FLYER stellt einen Neuzugang im Portfolio vor, das FLYER Upstreet SL. Doch was bedeutet eigentlich das Kürzel „SL“ in der Modellbezeichnung? Steht es für „Super Leicht“, Sexy Look“ oder für „sportliche Leistung“? Wir haben das FLYER Upstreet SL 3.63 ausführlich getestet und klären, was der Zusatz im Namen bewirkt.

Flyer Upstreet SL3.63| Bosch Performance Line SX /400 Wh | 18 kg in Größe XL | 5.899 € | Hersteller-Website

Urbanes Leichtgewicht – so betitelt die Schweizer Premium-Brand FLYER liebevoll ihren Neuzugang im Portfolio. Das FLYER Upstreet SL 3.63 erweitert die schon lange bestehende Upstreet-Modellreihe, die als die urbane Produktpalette der Schweizer gilt. Wir haben das FLYER Upstreet schon als S-Pedelec und als Kompakt-Bike getestet, und 2023 wurde das FLYER Upstreet 7.10 sogar mit dem Design und Innovation Award ausgezeichnet. Das neue Upstreet soll eine Lücke im urbanen Produktsortiment schließen. FLYER positioniert das Upstreet SL 3.63 als sportliches City-E-Bike, das für schnelle Strecken konzipiert ist und mit Alltagstauglichkeit und modernem Design punkten soll. In Bezug auf Leichtigkeit und Flexibilität übertrifft das Upstreet SL sogar sein preisgekröntes Vorgängermodell. Unser Test der XL-Variante offenbart ein Gewicht von 18 kg, was ganze 10 kg leichter ist als der Award-Gewinner. Unser Test-Bike, das FLYER Upstreet SL 3.63, ist zu einem Preis von 5.899 € erhältlich. Es verfügt über moderne High-Tech-Komponenten wie den neuen und kompakten Bosch SX-Motor und die unsichtbare Classified POWERSHIFT-Nabenschaltung, die man häufiger an noblen Rennrädern findet. Das Upstreet SL 3.63 erweckt dabei den Eindruck eines Gravel-Bikes – dank glatter Reifen und einer Carbon-Gabel. Doch ob das Light-E-Bike auch in der Praxis Gravel-Eigenschaften zeigt und der Titel „Urbanes Leichtgewicht“ dem E-Bike gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Was macht das Bike so besonders?

Das FLYER Upstreet SL 3.63 präsentiert sich in einem modernen Design und setzt dabei auf einen eleganten Aluminium-Rahmen mit markanten, rechteckigen Rohren. Die Schweißnähte fallen an einigen Stellen, wie am Unterrohr, zwar noch vergleichsweise grob aus, beeinträchtigen jedoch das Gesamtbild nicht wesentlich. Lediglich die Naht am Steuerrohr könnte noch formschöner verarbeitet werden. Die Gabel des City-E-Bikes ist eine Eigenentwicklung von FLYER, die sogenannte Rigid Fork, und besteht aus Carbon. Das FLYER ONE Carbon Cockpit SL trägt den gleichen Werkstoff und fällt etwas voluminöser aus. Der Hersteller setzt also bewusst auf gewichtssparende Komponenten, wie Carbon-Gabel und -Cockpit, die normalerweise bei rennorientierten Bikes Verwendung finden. Mit dieser Materialwahl erinnert das City-E-Bike ein wenig an ein Rennrad und an Gravel-Bikes, was den sportlichen Charakter des Upstreet SL 3.63 betont.

Kleines Kraftpaket – Der Bosch Performance Line SX-Motor im FLYER Upstreet SL 3.63 im Detail

Beim Antrieb setzt FLYER am Upstreet SL 3.63 auf den Bosch Performance Line SX-Motor, der dem Fahrer bis zu 55 Nm Unterstützung bietet, die bei 25 km/h bauartbedingt endet. Aufgrund seines Gewichts findet der noch relativ junge Bosch-Motor, der auch in unserem großen E-Bike-Motoren-Vergleichstest unter die Lupe genommen wurde, häufig bei Light-E MTBs Verwendung, aber auch in Urban-, Gravel- und City-Bikes. Schaut man sich den Motor genauer an, fällt das Custom Motor-Cover direkt auf, das eine erstklassige Integration des Aggregats ermöglicht. Der Motor sitzt somit formschön im Rahmen des City-E-Bikes. Die schlichte Integration des Antriebs macht auch beim Cockpit nicht halt. FLYER verzichtet am Upstreet SL auf ein herkömmliches Display und setzt stattdessen auf den im Oberrohr sitzenden Bosch System Controller sowie die Mini Remote. Die drahtlose Bedienung der Remote über Bluetooth trägt zur verbesserten Kabelverlegung bei, was die Gesamtoptik und Funktionalität des E-Bikes weiter optimiert. Insgesamt ist die Kabelverlegung am FLYER Upstreet SL 3.63 super clean und simpel gestaltet. Denn beide Bremsleitungen verlaufen über eine Öffnung am obersten Spacer unter dem Vorbau und treten erst wieder am Einsatzort aus der Carbon-Gabel und dem Alu-Hinterbau hervor. Auch das Kabel des FLYER ONE HL-2-Frontlichts, das mit 100 Lux und automatischem LED-Tagfahrlicht für die nötige Sichtbarkeit sorgt, verschwindet hier unauffällig am Cockpit. Kabelführung allererster Sahne!

Wow! Der Bosch Performance Line SX-Motor erregt mit dem Custom Motor-Cover kaum noch Aufsehen und wird erstklassig im Alu-Rahmen integriert.
Super clean: Die Kabelführung am FLYER Upstreet SL 3.63 wurde simpel gelöst. Eine Aussparung im obersten Spacer ermöglicht die unauffällige Kabelverlegung.

Gespeist wird der Motor vom Bosch Compact Tube 400-Akku mit 400 Wh Kapazität, der im Unterrohr des Upstreet SL 3.36 seinen Platz findet. Typisch FLYER, kann man den Akku für externes Laden seitlich super bequem entnehmen. Der Trinkfalschenhalter am Oberrohr mit angebrachten Anschraubpunkten kann optional mit einem Range Extender besetzt werden. Der eigene Bosch PowerMore 250 Range Extender mit 250 Wh erhöht die Akku-Kapazität dann von 400 auf 650 Wh, was die Reichweitenangst minimiert und die mögliche Kilometeranzahl deutlich nach oben schraubt. Nice!
Dank des Ventilmagneten am Hinterrad weiß der Motor jederzeit, wie schnell sich das Rad dreht und das Motorsystem, wie schnell man gerade unterwegs ist, ohne dass eine zusätzliche Zugverlegung zu einem Bremsscheiben- oder Speichenmagnetsensor nötig ist.

Mit gekonnten Handgriffen ist der Akku schnell und super bequem seitlich aus dem Rahmen entnehmbar.

Die Ausstattung des FLYER Upstreet SL 3.63

Das FLYER Upstreet SL 3.63 kommt nicht mit viel Schnickschnack und kleinen Spielereien, sondern fokussiert sich auf die nötigsten Features am Bike. Wie simpel das Upstreet SL 3.63 gehalten wurde, zeigt sich am Antrieb des Stadtrades. Eine Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung, die wir in unserem Schwestermagazin GRAN FONDO schon an einem Gravel-Bike getestet haben, findet auch am City-E-Bike der Schweizer Verwendung. Wirft man einen ersten Blick auf den Antrieb des FLYER Upstreet SL 3.63, sieht das Ganze zunächst nach einem einfachen Single-Speed-System aus – mit einem überdimensional großen Kettenblatt vorne. Die Technik steckt indes unter dem Gehäuse der Nabe und ermöglicht die Wahl zwischen zwei Gängen: einen mit einer 1:1-Übersetzung (die Kassette dreht sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Nabenkörper, wie bei einer normalen Nabe) und einen mit 1:0,686-Übersetzung (die Kassette dreht sich mit einer höheren Geschwindigkeit als der Nabenkörper und bietet einen leichteren Gang), der für steileres Terrain den Anstieg erleichtert. Die Nabenschaltung versteckt den oft störenden Umwerfer also in der Hinterradnabe, unterstreicht damit die cleane Optik noch stärker und schützt zusätzlich vor Umwelteinflüssen. Gesteuert wird die Getriebe-Nabenschaltung durch die Smart Thru Axle, eine elektronische Steckachse, die per Funk das Schaltsignal an die Radnabe weitergibt. Um auf nerviges Schmieren, Reinigen und Pflegen einer herkömmlichen Kette zu verzichten, setzt FLYER hier auf einen GATES CARBON DRIVE-Riemenantrieb, der das Sorglos-Paket des Bikes abrundet. Die 28”-Laufräder mit Vittoria Terreno Zero Classic Skin-Reifen vervollständigen das Antriebssystem. Verzögern sollen die TEKTRO T280-Bremsen mit 180-mm-Scheiben vorne und 160 mm hinten. Um das City-E-Bike für den Stadtverkehr zu wappnen und eine solide Vollausstattung zu gewähren, verbaut der Hersteller am FLYER Upstreet SL 3.63 eine Klingel, den Hebie IC-Ständer und zu dem verbauten FLYER ONE HL-2-Frontstrahler das passende Lezyne Fender-Rücklicht. Die 60 mm breiten Alu-Kunststoff Curana-Schutzbleche runden das Gesamtpaket ab.

Am Top-Modell des FLYER Upstreet SL findet man eine Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung, die den Umwerfer in der Hinterradnabe integriert.
Nervige Wartungsarbeiten, wie Schmieren, Putzen und Pflegen des Antriebs, gehören mit dem GATES CARBON DRIVE-Riemenantrieb der Vergangenheit an.

Ausstattungsvarianten des FLYER Upstreet SL

Das FLYER Upstreet SL gibt es in zwei Rahmenvarianten: einmal mit abgesenktem Oberrohr für einen vereinfachten und bequemeren Einstieg. Außerdem bietet FLYER die klassische Variante für sportliche Fahrer mit Diamantrahmen und hohem Oberrohr an. Beide Ausstattungsvarianten sind in den Größen S, M, L und XL verfügbar und wechseln in der Basisausstattung für 3.999 € den Besitzer. Das günstigste Modell, das FLYER Upstreet SL 3.12 XC, bietet eine Kettenschaltung, hat kleine Änderungen in der Ausstattung, kommt aber ohne Gepäckträger. Getreu dem Motto: „Weniger ist mehr.“ Mit 200 € Aufpreis geht dann für 4.199 € die FLYER Upstreet SL 3.10-Modellvariante über die Ladentheke – zwar auch mit Kettenschaltung, aber für mehr Alltagsnutzen mit Gepäckträger.

FLYER Upstreet SL

5.899 €

Ausstattung

Motor Bosch Performance Line SX 55 Nm
Akku Bosch CompactTube 400 400 Wh
Display Bosch System Controller
Fork FYLER Rigid
Sattelstütze FYLER Alloy
Bremsen Tektro T280 180/160 mm
Schaltung Classifed 2-Gang 1x22
Vorbau FYLER ONE Carbon Cockpit SL 80 mm
Lenker FYLER ONE Carbon Cockpit SL 700 mm
Laufradsatz DT Swiss G 540 28"
Reifen Vittoria Terreno Zero Classic Skin 47 mm

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 18 kg
Zul. Gesamtgewicht (zGG) 130 kg
Max. Zuladung (Fahrer) 112 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme ja

Besonderheiten

FLYER Steel Gepäckträger
Hebie IC Ständer
FLYLER ONE HL-2 Frontlicht
Lezyne Fender Rücklicht

Größe S M L XL
Sattelrohr 440 mm 480 mm 520 mm 580 mm
Oberrohr 549 mm 576 mm 599 mm 617 mm
Steuerrohr 154 mm 180 mm 207 mm 239 mm
Lenkwinkel 70° 70° 70° 70°
Sitzwinkel 74° 74° 74° 74°
Kettenstreben 460 mm 460 mm 460 mm 460 mm
BB Drop 89 mm 89 mm 89 mm 89 mm
Radstand 1,078 mm 1,107 mm 1,131 mm 1,152 mm
Reach 380 mm 400 mm 415 mm 425 mm
Stack 590 mm 615 mm 640 mm 670 mm

Was kann das FLYER Upstreet SL 3.63?

Was hilft all die sportliche Optik, wenn das City-E-Bike nicht in der Praxis performt? Deshalb haben wir das Stadtrad in den Stuttgarter Großstadtdschungel entführt und über Asphalt und Kopfsteinpflaster gejagt, um zu testen, was der Hersteller verspricht. Bei Kopfsteinpflaster macht sich der geringe Fahrkomfort des FLYER Upstreet SL 3.63 bemerkbar, denn der Selle Royal Vivo-Sattel kann nur kleine Unebenheiten abfedern und das Bike hat Schwierigkeiten mit gröberen Hindernissen. Spaß hat man auf dem City-E-Bike aber dennoch und es verleitet zu einem sportlichen Fahrstil. Schnell in eine Lücke im Verkehr reinstechen? Kein Problem! Der Motor belohnt das sportliche Fahren bei hoher Trittfrequenz mit viel Leistung und verleitet zu Ampelsprints. Denn im Sprint-Modus an der Lichtzeichenanlage mit hoher Frequenz geht die Leistung des Motors bis auf 600 Watt und das Drehmoment von 40 Nm im Standard-Modus kurzzeitig auf 55 Nm hoch.

Eine geräuschvolle Antwort auf die schnellen Pedaltritte erhält man vom Bosch Performance Line SX nicht, denn der Motor und das Bike verwöhnen mit einer angenehm unauffälligen Geräuschkulisse. Trotz seiner kompakten Größe und Leichtigkeit treibt der Bosch-Motor das FLYER Upstreet SL 3.63 kraftvoll an. In unserer Urban Challenge haben wir 7 Gründe aufgedeckt, warum urbanes Biken mit dem Bosch Performance Line SX-Motor besser wird. Die Auflösung findet ihr hier. In steilem Terrain muss der Motor jedoch nachgeben, was auf die geringe Übersetzungsbandbreite der Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung zurückzuführen ist. Diese verkörpert auf flachen Strecken einen zuverlässigen Partner und verstärkt den Effekt des sportlichen Bikes durch das nahezu sofortige Schalten zusätzlich. Auch der Schaltvorgang unter Last funktioniert fehlerfrei und vermittelt ein angenehmes Fahrgefühl. Die Grenzen der Nabenschaltung werden aber spätestens nach dem Verlassen des seichten Geländes bemerkbar. Denn selbst der leichtere Gang ist für steile Anstiege nicht ausgelegt und man muss sogar absteigen, sofern man nicht über die Beine eines Jan Ullrich verfügt. Die Einrichtung der Classified POWERSHIFT 2-Gang-Nabenschaltung ist, falls sie der FLYER-Händler eures Vertrauen nicht bereits vorgenommen hat, vor dem ersten Fahren etwas umständlich. Nach der Konfiguration untermalt die leichte Bedienung der Schaltung aber die Einfachheit der Nutzung des gesamten Bikes, was für ein vertrautes Hop-on-Hop-off-Gefühl sorgt.

Das Motorkonzept harmoniert gut mit dem restlichen Bike-Konzept. So wie der Motor vom Fahrer etwas mehr an Eigenleistung verlangt, bevor er mit voller Motorleistung mit einsteigt, so ist auch das Handling des Upstreet SL eher fordernd. Statt mit hoher Laufruhe und gutmütig durch die City dahinzugleiten, reagiert das Upstreet SL auf Lenkimpulse sehr direkt und schon fast nervös. Um es agil durch enge Gassen mit hohem Tempo zu manövrieren, braucht es eine ruhige Hand mit chirurgischer Präzision. Fahranfänger sollten vor Kurven lieber etwas Tempo herausnehmen.

Im Stadtverkehr bieten die verbauten Lichter an der Front und am Heck genügend Sichtbarkeit, um das E-Bike auch bei Nacht sicher zu nutzen. Besonders gefällt uns das LED-Tagfahrlicht, das den Frontstrahler auch am Tage leuchten lässt. Wird das Wetter dann schlechter, überzeugen die Curana-Schutzbleche mit gutem Spritzschutz und reichen weit über den Reifen hinunter. Die 1,7” breiten Vittoria Terreno Zero Classic Skin-Reifen bieten jedoch wenig Sicherheit, zum Beispiel beim Überqueren von Bahngleisen oder Gullideckeln, und generieren aufgrund des geringen Profis wenig Grip. Der glatte Reifen ist dadurch aber lauffreudig, bringt das urbane City-Bike schnell auf Tempo und passt zum anspruchsvollen Handling.

Die 1,7” breiten Vittoria Terreno Zero Classic Skin-Reifen können bei unachtsamen Momenten auf dem Rad im Gullideckel oder in Bahngleisen stecken bleiben.

Die Alltags-Ausstattung am FLYER Upstreet SL 3.63 ist dezent: clean, minimalistisch und aufgeräumt. Auf den ersten Blick wirkt das City-E-Bike möglicherweise weniger alltagstauglich, aber die verbauten Bosch-Komponenten bieten mit dem Smart System viele nützliche Features. Dank des integrierten eBike Lock, eine im Motor untergebrachte mechanische Sperre, kann man sein teures E-Bike auch mal für einen kurzen Moment aus den Augen lassen, etwa um den Moment einer schönen Aussicht zu genießen. Wer sich im Stadtverkehr nicht verlieren will, kann auch sein Mobiltelefon mit der Bosch eBike Flow App koppeln und als Navigationsgerät nutzen. Einen klapperfreien Ständer findet man an City-Bikes selten, am FLYER Upstreet SL 3.63 mit dem Hebie IC ist dieses Problem aber gut gelöst. Nice!

Um den Alltagsnutzen abzurunden, verbauen die Schweizer den aus Eigenproduktion stammenden FLYER Steel-Gepäckträger mit einer maximalen Zuladung von 15 kg über dem Hinterrad. Reizt man die Zuladung voll aus, bleibt das FLYER in seinem Fahrverhalten davon gänzlich unbeeindruckt, nur das Beschleunigen beim Ampelsprint fühlt sich durch die extra Kilos bei einem 18 kg leichten Bike schon deutlich behäbiger an.

15 kg Zuladung erlaubt der FLYER Steel-Gepäckträger. Genug, um auch mal die ein oder andere Einkaufstasche bequem zu transportieren.

Für wen ist das FLYER Upstreet SL 3.63?

FLYER richtet sich mit dem Upstreet SL an Fahrer, die Geschwindigkeit und Speed dem reinen Komfort vorziehen. Mit dem Upstreet SL 3.63 erreicht man mit viel Style und wenig Zeitverlust sein gewünschtes Ziel. Der leichte Alurahmen lässt das Bike spritzig wirken und vermittelt viel Fahrspaß. Überlandfahrten dürften mit dem Stadtrad aber nicht allzu erfreulich ausfallen. Denn der geringe Komfort auf langen Strecken sowie die geringe Übersetzungsbandbreite der Schaltung machen das FLYER Upstreet SL 3.63 zu einem Bike für den reinen Stadteinsatz. Junge Urbanistas mit einem Faible für Design finden hier aber einen zuverlässigen und wartungsarmen Partner für die Stadt.

Das SL im Namen des Schweizers steht nach unserem Test für „Städtischer Leisetreter“ mit „Stilvollem Leichtbau“, der aber mit Sicherheit kein „Schlagloch-Liebhaber“ ist. Das FLYER Upstreet SL 3.63 erweckt den Eindruck eines Gravel-Bikes, kann jedoch in der Praxis vor allem auf der Straße punkten. Trotz des hohen Preises liegt das City-E-Bike im Verhältnis zu seiner Leistung preislich im Rahmen.

Tops

  • sportliches Design
  • komfortable seitliche Akkuentnahme
  • leichtes Gesamtpaket

Flops

  • wenig Fahrkomfort
  • anspruchsvolles Handling
  • für bergiges Gelände zu geringe Übersetzungsbandbreite

Tuning-Tipp: Für City-Fahrer ohne sportliche Ambitionen: keine.
– Wer aber in hügeligem Gebiet unterwegs ist, sollte zur Ausstattungsvariante 3.10 mit Kettenschaltung greifen für eine größere Übersetzungsbandbreite.

Für mehr Infos, besucht flyer-bikes.com

Words: Benedikt Schmidt Photos: Antonia Feder