Take a Ride on the Wild Side – frei nach Lou Reeds Evergreen preist Specialized die schärfste Version des neuen Vado an. Mit dem Vado 3 X 6.0 pimpen die Amerikaner ihr City E-Bike erstmals zum Vollwert-SUV mit Hinterradfederung. Machen Levo-Gene und Fullsuspension das zahme City-Bike zum waschechten Vollblut-Abenteurer? Unser erster Test wird’s zeigen!

Specialized Turbo Vado X 6
Specialized Vado 3 X 6.0 | Specialized 3.1-Motor/840 Wh | 130/120 mm (v/h)| 32,70 kg in Größe L| 8.399 € | Hersteller-Website

Ich gehe. Das zumindest bedeutet Vado, wenn man es aus dem Italienischen übersetzt. Ob das der Hintergrund für die Namensgebung des mittlerweile in der dritten Generation auf den breiten Reifen stehenden City E-Bikes ist … Vermutlich nicht. Aber dass Specialized beim neuen Vado 3 mit der Zeit gehen will, das zeigt schon der verbaute Antrieb. Denn die Amerikaner setzen hier auf das neueste, hauseigene 3.1-Aggregat aus dem aktuellen Performance E-MTB Levo 4. Aber dazu später mehr.

Specialized Turbo Vado X 6

Mit der dritten Generation bringt Specialized das City E-Bike erstmals in drei unterschiedlichen Versionen. Während die nur vorn gefederten Vado 3 und Vado 3 EVO bereits seit einigen Tagen erhältlich sind, erblickt der jüngste Spross gerade erst das Licht der Welt. Das Vado 3 X ist das erste Modell aus der Vado-Familie, das mit einer Vollfederung aufwartet. Bisher gab es nur an der Front eine Federung und gefederte Sattelstützen wie auch beim Vado 3 und Vado 3 EVO. Zusammen mit der alltagstauglichen Vollausstattung, die Beleuchtung, Schutzbleche und Diebstahlschutz umfasst, fällt das Vado 3 X jetzt klar in die Kategorie der beliebten SUV E-Bikes. Mit der Vollausstattung, dem Alu-Rahmen und dem 840 Wh großen, entnehmbaren Akku summiert sich das Gewicht für unser Test-Bike in Größe L auf stattliche 32,7 kg.

Spannende Infos zum neuen Specialized Vado 3 X

Highs

  • erstes Bike der Vado-Familie mit Vollfederung
  • sehr leiser und fein dosierbarer Specialized 3.1-Motor
  • stark integriertes System mit MasterMind TCU und App-Anbindung
  • Radar perfekt integriert
  • 280-Wh-Range Extender optional erhältlich
  • Anhänger-Freigabe
  • hervorragender, kombinierter Diebstahlschutz ohne Schlüssel

Lows

  • kein ABS
  • keine Kindersitz-Freigabe beim Vado X
  • Schnellladegerät auch beim Top-Modell nicht im Lieferumfang
  • 180-mm-Bremsscheiben

Key Facts

Bei unserem Test-Bike handelt es sich um das Top-Modell der Vado X-Serie. Die Version 6.0 rollt für stattliche 8.399 € aus dem Laden. Los geht’s bei 5.599 für das Vado 3 X 4.0. Der Aufpreis zu den anderen Vado-Modellen beträgt also jeweils 1.400 €. Das muss einem die Vollfederung wert sein. Im Vergleich zu Vado 3 und Vado 3 EVO gibt es für das Vado X keine Kindersitzfreigabe – also nix für kleine Abenteurer. Die Frage beim neuen Vado X muss daher lauten: Macht die Vollfederung das zahme Citybike zum vollwertigen SUV und lohnt sich damit der Aufpreis?

Specialized Turbo Vado X 6
Info: Wo liegt eigentlich der Unterschied zum bereits von uns getesteten Specialized Tero X? Und wie unterscheiden sich die Versionen des Vado 3 voneinander? Das Tero X basiert noch auf dem Specialized 2.2-Motor mit weniger Leistung und geringerem Drehmoment. Auch der Akku ist mit 710 Wh deutlich kleiner. Im Gegenzug liegt es konzeptionell aber näher am E-MTB Levo, was es vor allem durch seine sportliche Geometrie und eine gewisse Trail-Tauglichkeit unter Beweis stellt. Darunter leidet aber die Alltagstauglichkeit ein wenig. Die Vado 3-Modelle basieren hingegen auf dem neuesten Antrieb der Amerikaner, der deutlich kraftvoller zu Werke geht und mit einem 840-Wh-Akku kombiniert wird. Die drei Serien Vado 3, Vado 3 EVO und Vado 3 X unterscheiden sich vor allem bei Federung, Felgengröße und Reifenbreite. Das Vado 3 kommt mit 90 mm Federweg an der Front, Mullet-Setup und 2,3“ breiten Reifen. Das Vado EVO hat 120 mm Federweg und wie das Vado X 2,6“ breite Reifen auf 27,5er-Felgen. Eine Hinterbaufederung besitzt nur das Vado X. Es bietet 130/120 (v/h) mm Federweg.

Welche Detaillösungen bietet das Specialized Vado 3 X?

Edel – dieses Attribut beschreibt das Erscheinungsbild unseres Test-Bikes in burgunderroter Lackierung mit goldenen Lettern wohl am trefflichsten. Erst recht, wenn man einen Blick auf die in „Wagenfarbe“ lackierten Bremssättel wirft und der Rahmen je nach Lichteinfall fast schon gülden glänzt. Da mutet es schon etwas profan an, über technische Details zu sprechen 😉 Nüchtern betrachtet sieht das Specialized Vado 3 X wie ein typisches SUV E-Bike aus: massiver Alu-Rahmen, Vollausstattung für die Stadt, Vollfederung – das Ganze optisch ansprechend verpackt. Dass die Schweißnähte am Cockpit nicht die höchste Anmutung ausstrahlen – geschenkt. Im Gegenzug ist die Integration des MasterMind-Displays in den Vorbau extrem gelungen. Auch die übrigen Anbauteile wie Beleuchtung, Gepäckträger und Schutzbleche wirken wie aus einem Guss und passen zum Premiumanspruch des Herstellers. Ebenso wie der gut erreichbare, mit einer Federklappe geschützte Lade-Port.

Specialized Turbo Vado X 6 Specialized Turbo Vado X 6
Specialized Turbo Vado X 6
Kleines Detail – große Wirkung: Dank Federklappe ist der Lade-Port gut geschützt und easy zu bedienen.

Überaus chic und ergonomisch gelöst hat Specialized das in die Vorbau-Lenkereinheit integrierte Display. Hier ist es jederzeit perfekt im Blickfeld, lässt sich einfach bedienen und stört die Optik des Rades in keiner Weise.

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Was kann der Specialized 3.1-Motor im Vado 3?

Das Herzstück des Vado 3 X ist der aus dem Levo 4 bereits bekannte Specialized 3.1-Motor, der auch im SUV E-Bike seine volle Leistung von bis zu 810 W entfalten darf. Dabei wuchtet er maximal 105 Nm Drehmoment auf die Kurbel. Damit ist das Vado 3 aktuell eines der stärksten City E-Bikes überhaupt. Die Kehrseite der Medaille liegt aber ebenfalls klar auf der Hand: Wer die Power abruft, muss mit erhöhtem Verschleiß an Kette, Kassette und Motorritzel rechnen.

Specialized Turbo Vado X 6
Der Specialized 3.1-Motor ist ein echtes Powerhouse und macht das Vado 3 zu einem der stärksten SUV E-Bikes überhaupt.

Der entnehmbare Akku fasst 840 Wh Energie und lässt sich um einen optionalen Range Extender mit 280 Wh erweitern. In Summe stehen also bis zu 1.020 Wh zur Verfügung, was auch für sehr lange Tage im Sattel oder die Arbeitswoche über zum Pendeln reichen sollte. Unser Tester Jonny schafft mit einer Ladung bei einem Systemgewicht von rund 100 kg knapp 75 km und etwa 800 Hm – mit einem Mix der verschiedenen Modi. Typischer Pendler-Alltag halt. Geladen wird serienmäßig mit einem 5-A-Ladegerät. Gegen 499 € Aufpreis steht auch ein 12-A-Schnelllader zur Verfügung. Bei dem Preis des Top-Modells würden wir uns das Schnellladegerät jedoch als Teil des Lieferumfangs wünschen.

Specialized Turbo Vado X 6
Großer Akku, dazu ohne Schlüssel entnehmbar, aber stets gut gesichert: So sehen durchdachte Lösungen aus!

Die wichtigsten technischen Infos zum Specialized 3.1-Motorsystem:

  • max. Leistung: 810 W
  • max. Drehmoment: 105 Nm
  • Akku: 840 Wh (4,4 kg, 191 Wh/kg)
  • Gewicht Drive Unit: 3,2 kg

Was leistet das Ökosystem des Specialized 3.1-Antriebs?

Schon seit der Einführung des ersten Turbo Levo im Jahr 2015 gibt es bei Specialized die Mission Control-App – heute heißt sie einfach „Specialized“. Sie ermöglichte die individuelle Anpassung der Motorunterstützung, Diagnosefunktionen und das Tracking von Fahrten. Damals waren die Amerikaner ihrer Zeit und vor allem dem gesamten E-Bike-Markt meilenweit voraus. Mittlerweile ist jedoch vor allem mit Avonix auch in diesem Punkt ein ernst zu nehmender Konkurrent auf dem Markt.

Specialized Turbo Vado X 6

Das Specialized Vado 3 profitiert neben dem Antrieb auch vom gesamten Ökosystem aus dem Performance E-MTB Levo 4. Dazu zählt das farbige MasterMind-Display, das unauffällig in den Vorbau integriert ist, wo es sich einwandfrei ablesen und ebenso gut bedienen lässt. Es erlaubt, alle wichtigen Einstellungen direkt am Bike vorzunehmen, ohne das Smartphone zücken zu müssen – und das erstmals auch per Touchfunktion. Spätestens für Diagnose-Funktionen und OTA-Updates ist dann aber die Specialized-App erforderlich. Mittlerweile gibt es sogar eine App für die Apple Watch. Wer das Handy während der Fahrt als Bildschirmerweiterung oder zur Navigation nutzen will, findet einen Quadlock-Mount vor dem Vorbau vor, der sogar das induktive Laden des Smartphones aus dem Haupt-Akku heraus erlaubt. Das hat im Test absolut zuverlässig funktioniert und auch bei aktivem GPS und maximaler Helligkeit immer noch geladen.

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Vorbildlich: Eine Kombination aus physischem Schloss, Akku-Verriegelung und digitalem Diebstahlschutz sowie die Integration in Apple Wo Ist? sind serienmäßig an Bord. Ein Beispiel, das unbedingt Schule machen sollte und den Umgang mit dem teuren E-Bike im Alltag deutlich vereinfacht.

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Ein physisches Schloss gehört ebenso zur Serie wie …
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… die Verriegelung vom Akku und die Motorsperre. Schlüssel ist dennoch keiner erforderlich. Top!

Was kann die Ausstattung des Specialized Vado 3 X 6.0?

Vom Vado 3 X gibt es drei Varianten, die alle denselben Antrieb und Akku besitzen, sich aber bei den Fahrwerkskomponenten und der übrigen Ausstattung unterscheiden. Details zu den Hardtail-Bikes 3.0 und 4.0 folgen im ausführlichen Testbericht. Für unseren First Ride haben wir das Top-Modell Vado 3 X 6.0 auserkoren. Das Fahrwerk stammt von RockShox und besteht aus einer Psylo Silver RC-Gabel und einem Deluxe Select+-Dämpfer – beides ordentliche Federelemente, die auch auf moderaten Trails eine gute Figur abgeben. Der Dämpfer bietet sogar eine Einstellung der Highspeed- und Lowspeed-Druckstufe, ungewöhnlich für ein Trekking E-Bike. Und für Einsteiger vielleicht etwas zu viel des Guten.

Specialized Turbo Vado X 6 Specialized Turbo Vado X 6

Bei der Schaltung setzt Specialized auf das Funk-Einstiegsmodell SRAM Eagle AXS S500 mit 12 Gängen und 520 % Bandbreite. Damit lassen sich auch steile Anstiege noch mit einer ergonomischen Trittfrequenz bewältigen. Den nötigen Strom bezieht das Schaltwerk direkt aus dem Haupt-Akku. Eine Batterie weniger, die ihr zu laden vergessen könnt. Und dass die Schaltung kabellos funktioniert, erleichtert auch die Wartung. Denn Züge müssen hier keine getauscht werden. Dass die Bremsleitungen durch den Steuersatz laufen, gefällt uns aus Schraubersicht dennoch nicht … Auch wenn es sehr aufgeräumt aussieht.

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Ebenfalls von SRAM stammt die Bremsanlage. Die DB6 greift mit ihren vier Kolben vorne wie hinten auf 180-mm-Scheiben zu. Zumindest vorne dürften es aus unserer Sicht aber gerne 200 mm für mehr Standfestigkeit sein.

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Wie fährt sich das Specialized Vado 3 X 6.0?

Wie schlägt es sich in der Stadt?

Schon beim ersten Aufsteigen zeigt sich, was eine Dopper Post am SUV E-Bike wert ist … Gold! Die absenkbare Sattelstütze erhöht Komfort und Sicherheit – etwa an Ampeln oder hohen Bordsteinen – und gehört für uns einfach an jedes Bike für die Stadt. Das Specialized Vado 3 X 6.0 vermittelt dank seiner Vollfederung und der voluminösen 2,6“-Reifen ein komfortables Fahrgefühl – die richtige Fahrwerksabstimmung vorausgesetzt. Nur dann holt ihr das Maximum raus und genießt die beste Fahrstabilität. Im Zweifel wendet euch an den Händler eures Vertrauens. Das RockShox-Fahrwerk schluckt auch gröbere Bodenunebenheiten recht unbeeindruckt weg, ohne dabei wie ein Ohrensessel zu wirken.

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Die Dropper Post ist ein großer Komfort- und Sicherheitsgewinn.
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Abgesenkt sorgt sie auch bei ruppigem Untergrund für sicheres Fahren.

Der Motor liefert in jeder Lebenslage mehr als genug Power, meist reicht auch einer der schwächeren Modi völlig aus. Doch auch im Turbo lässt sich die Kraft gut dosieren. Ihr müsst also keine Angst vor einem durchdrehenden Hinterrad oder einem ungewollten Wheelie haben. Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit, alle Modi an eure persönlichen Vorlieben anzupassen – direkt am Bike oder über die Specialized App. Die Amerikaner liefern hier wirklich ein potentes, gut nutz- und kontrollierbares Powerhouse.

Die integrierte Beleuchtung macht ihren Job gut und reicht für nächtliche Fahrten in der Stadt. Top: Alle Vado-Modelle haben ein Bremslicht serienmäßig. Schön auch, dass der Kettenschutz die Hose zuverlässig vor Schmierflecken bewahrt. Der Gepäckträger unterstützt den MIK-Standard und das Ortlieb QL 3.1-System. Im Vado 3 X ist er allerdings – im Gegensatz zu den Modellen Vado 3 und Vado 3 EVO – nicht für die Montage eines Kindersitzes freigegeben. Ein weiterer kleiner Minuspunkt: noch sehr verbreitete, ältere Ortlieb- oder Vaude-Taschen mit zwei Hängern oben passen nicht vernünftig – das ist aber bei fast allen modernen Bikes so.

Specialized Turbo Vado X 6 Specialized Turbo Vado X 6

Etwas ganz besonderes versteckt sich unter dem in den Gepäckträger integrierten Rücklicht: ein Radar-Sensor von Garmin. Und der hält, was er verspricht. Nähert sich auf der Landstraße ein Auto von hinten, meldet das Bike es mit einem diskreten Piepton. Auf dem Cockpit-Display erscheinen die Fahrzeuge als sich nähernde Punkte – man weiß jederzeit, wie viele es sind und wie weit sie noch entfernt sind.

Specialized Turbo Vado X 6
Das unter dem Rücklicht verbaute Radar bringt einen Sicherheitszuwachs auf Landstraßen.

Wie fährt das Specialized Vado 3 X 6.0 über Stock und Stein?

Als SUV E-Bike eignet sich das Specialized Vado 3 X auch für den ein oder anderen Ausritt ins Gelände. Auf Schotter und Waldboden ziehen die Reifen allerdings Steine und kleine Äste mit hoch, die sich gerade vorne am langen Schutzblech gerne verheddern. Daraus resultiert durchaus eine Unfallgefahr. Daher raten wir dazu, zumindest das vordere Schutzblech ein wenig zu kürzen. Das gelingt dank drei 3er-Inbus-Schrauben im Handumdrehen. Auch auf Wald- und Schotterwegen überzeugt das Fahrverhalten des Vado 3 X. Es ist weder träge noch nervös, sondern trifft genau die goldene Mitte: laufruhig! Nichts klappert, rattert oder scheppert, was die hohe Qualität der Anbauteile unterstreicht. Dem Ausflug an den Baggersee oder zur Waldhütte steht mit dem Vado X definitiv nichts im Weg.

Specialized Turbo Vado X 6

Tuning-Tipp: Vorderes Schutzblech kürzen (geht ganz easy mit drei Schrauben) für mehr Sicherheit beim Fahren im Gelände

Für wen ist das Specialized Vado 3 X 6.0 das richtige SUV E-Bike?

Gleich vorweg: Wer sein Bike des Öfteren tragen muss – sei es über Bahnhofstreppen, hohe Bordsteine oder in den Fahrradkeller –, der sollte sich lieber bei den Vado 3-Modellen ohne Vollfederung umsehen. Denn hier zählt jedes Kilo. Für alle anderen könnte das Specialized Vado 3 X hingegen der perfekte Begleiter in der Stadt und ihrer Umgebung sein. Erst recht, wenn sie ein vielseitiges, komfortables und antriebsstarkes Bike für das urbane Umfeld mit leichten Abenteurer-Genen suchen. Auch wer sein Augenmerk auf starke Anpassbarkeit und ein ausgereiftes Ökosystem richtet, dürfte beim Vado richtig liegen. Sicherheitsfanatiker sollten aber nach einem Bike mit ABS Ausschau halten. Und wer Angst vor Wartung und Verschleiß hat, sollte vielleicht über ein Bike mit Riemenantrieb nachdenken. Denn starker Motor und Kettenschaltung bedeutet, der Antrieb braucht ordentlich Pflege.

Specialized Turbo Vado X 6

Fazit zum neuen Specialized Vado 3 X 6.0

Specialized macht, was schon im Firmennamen steckt: spezialisieren. Und zwar das City E-Bike Vado auf unterschiedliche Einsatzgebiete. Für das Vado 3 X ist diese Strategie voll aufgegangen. Mit seinem vollgefederten Fahrwerk, dem gutmütigen und komfortablen Fahrverhalten, dem starken Antrieb und vor allem der vorbildlichen Systemintegration stellen die Amerikaner ein Vollblut-SUV auf die Räder, das optisch und funktionell zu überzeugen weiß. Um die Ausgangsfrage zu beantworten: 1.400 € Aufpreis sind für das X absolut gerechtfertigt. Was uns fehlt: ABS. Was wir feiern? Dass das Bike völlig schlüssellos und ohne App-Zwang gegen Diebstahl geschützt ist. Daran dürfen sich andere Hersteller gerne ein Beispiel nehmen.

Tops

  • sehr leiser und fein dosierbarer Specialized 3.1-Motor
  • stark integriertes System mit MasterMind TCU- Display und App-Anbindung
  • 280-Wh-Range Extender optional erhältlich
  • Radar sauber integriert
  • Anhänger-Freigabe
  • hervorragender, kombinierter Diebstahlschutz ohne Schlüssel

Flops

  • kein ABS
  • keine Kindersitz-Freigabe beim Vado X
  • Schnellladegerät auch beim Top-Modell nicht im Lieferumfang

Weitere Infos zum Specialized Vado 3 X findet ihr bei specialized.com.

Specialized Turbo Vado X 6

Words: Patrick Gruber Photos: Jan Fock

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