Dieser Einzeltest ist Teil eines Vergleichstests mit acht Kids Bikes bis 16 Zoll. Hier geht’s zur Kaufberatung und zum Überblick über alle Kinderfahrräder im Test.

Das Propain Barney im Test
Schon der erste Blick macht klar: Das Propain Barney ist kein braves Kinderfahrrad. Dicke Stollenreifen, kräftige Scheibenbremsen, massiver Vorbau und Lenker – alles wie bei den großen Mountainbikes. Kein Zufall, denn Propain hat bei der Entwicklung eng mit Herstellern wie SIXPACK zusammengearbeitet, die normalerweise Räder für Erwachsene ausstatten.


Auf Trails oder im Bikepark spielt das Propain Barney damit seine Stärken aus: Der tiefe Schwerpunkt und die kompakte Bauweise vermitteln viel Kontrolle und die kraftvolle Bremse ist bereit für Drops und technische Passagen. Aber: Mit über 8 kg ist es das schwerste Bike im Test. Wer das Rad häufig bergauf schieben muss oder damit längere Touren plant, braucht entweder ein Abschleppseil – oder richtig starke Beine.
Für den klassischen Alltagseinsatz ist das Propain Barney naturgemäß nur bedingt geeignet: Schutzbleche, Ständer sowie Reflektoren fehlen und auf Asphalt rollen die dicken Reifen eher träge. Dafür überzeugen die Verarbeitung, die Qualität der Anbauteile und nicht zuletzt der Preis: Mit 399 € kostet es exakt halb so viel wie das zweite gravity-orientierte Bike im Test, das Early Rider Hellion. Kleines Manko: An unserem Model lösten sich nach kurzer Zeit die stylischen Propain-Aufkleber.


Fazit
Das Propain Barney richtet sich klar an Familien, die richtig Mountainbiken wollen – und denen Gewicht und Alltagstauglichkeit nicht so wichtig sind. Im Bikepark oder auf dem Trail ist es bärenstark, auf dem Weg zum Kindergarten aber überdimensioniert. Wer für sein Kind ein echtes Mini-MTB sucht, das vor allem bergab glänzt, bekommt hier ein durchdachtes und robustes Paket zu einem fairen Preis. Unser Kauftipp für den Bereich Bikepark/Offroad!
Tops
- sehr geländetauglich
- hochwertige Scheibenbremsen
- durchdachte MTB-Ausstattung
Flops
- Rahmenaufkleber lösen sich schnell
Tuning-Tipp: Tubeless-Setup spart etwas Gewicht und verhindert Platten
Words: Jonny Grapentin Photos: Lars Engmann
