Die Designer von Kalkhoff saßen wahrscheinlich gerade auf der Zuschauertribüne der British Superbike Championship in Silverstone, als ihnen die Idee für das Kalkhoff Endeavour 7.B Pure in den Sinn gekommen ist. Nur so ließe sich auf einfache Weise die auffällige Ähnlichkeit des Endeavour zu einem sportlichen Naked Bike, dem unverkleideten Straßenmotorrad, erklären. Kalkhoff bewirbt ihre E-Bikes aus der Endeavour-Serie als E-Trekking-Bikes. Dieses Segment wird unserer Meinung nach besser vom Kalkhoff Entice 7.B Excite bedient, das wir in unserem Schwestermagazin E-MOUNTAINBIKE für euch bereits getestet haben. Das hier vorgestellte 4.699 € teure Endeavour 7.B Pure verorten wir eher als sportlichen Cityflitzer mit dem gewissen Extra.

Die 7 nach dem Produktnamen verrät, dass man sich auf einem E-Bike aus der höchsten Kalkhoff-Premiumklasse befindet. Im Vergleich zu den Klassen 1, 3 und 5 wird beim Level 7 besonderer Wert auf Performance, Funktionalität, Design und Verarbeitungsqualität gelegt. Auch der Einstiegspreis für unser Test-Bike von knapp 4.700 € entspricht dem Level an Exklusivität, den sich Kalkhoff wahrscheinlich für die Zielgruppe dieses E-Bike vorgestellt hat. Ob all jene, die auf der Suche nach einem E-Pendel-Bike mit einem gewissen Extra oder einem stylishen E-Bike für Stadterkundungen hier fündig werden, verraten wir euch in unserem Test.

Green Mean Machine – Das Kalkhoff Endeavour im Detail
Ist dieses Kleid blau und schwarz oder weiß und gold? Beim Kalkhoff Endeavour 7.B Pure verhält es sich ähnlich wie bei #TheDress, unterschiedliche Menschen erkennen unterschiedliche Formen. Auf die eine Gruppe wirkt das Design des Endeavour futuristisch, auf die andere Retro. Unser Tester und Testerinnen können sich hier nicht klar positionieren, aber alle können sich darauf einigen, dass es todschick ist. Kalkhoff selbst bezeichnet die glänzende Lackierung als diamond black und tech green glossy. Fällt etwas Sonnenlicht auf den Rahmen, erkennt man aber sofort, dass es sich um British Racing Green in einem leicht dunkleren Farbton handelt, ähnlich wie man es heute noch auf einem Mini Cooper oder Jaguar vorfindet. Die Sonderausstattung „Pure“ trägt zum starken Auftritt unseres Test-Bikes bei. Bei Pure-Modellen handelt es sich um eine Naked-Variante, die cleanes Design und aufgeräumte Optik dem hohen Alltagsnutzen vorzieht. Dazu gehört, dass Züge möglichst unsichtbar am Bike verlaufen und alle Anbauteile, wie Schutzbleche oder der Gepäckträger, sich besser in das Gesamterscheinungsbild des E-Bikes einfügen. Leider ist der Gepäckträger dadurch ohne Satteltaschen nicht direkt nutzbar, da das Schutzblech in der Mitte über die Streben des Gepäckträgers hinausragt.
Für den stilsicheren Auftritt sorgt die von Kalkhoff sogenannte One-Surface-Technologie, bei der Teile wie Schutzbleche, Gepäckträger und Starrgabel nicht von der Stange kommen, sondern von Kalkhoff einheitlich zur Rahmenfarbe lackiert wurden. Ein besonderer Aufwand, der nicht von vielen Herstellern betrieben wird – top! Die Unterseite des Motor-Covers und die Abdeckungen von Akku und Ladeport heben sich leicht von der restlichen Rahmenfarbe ab. Sie geben einen Hinweis auf die moderne E-Bike-Technik und den vollintegrierten Akku, der sich im Rahmen versteckt – Aspekte, die die futuristische Seite des Kalkhoffs repräsentieren. Ein Wermutstropfen stellt die schwarze Abdeckung des Kettenblatts dar. Es ist zwar insofern funktional, als dass es vor schmutzigen Hosenbeinen schützt, erinnert aber an City-Bikes, die es nicht zu Retro-Stil-Ikonen geschafft haben. Hier wäre noch ein Ansatz für eine individuelle Lösung offen.


Ansonsten verstehen es die Entwickler bei Kalkhoff, über das Design Erinnerungen zu wecken und Emotionen zu transportieren. Das leicht nach oben gebogene Oberrohr erinnert mit der steilen, hohen und kurzen Front an die Formsprache von Streetfighter-Motorrädern mit hoch aufsitzendem Tank. Im Zusammenspiel mit der Pure-Sonderausstattung lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu altmodischen Naked Bikes nicht ganz von der Hand weisen, das Endeavour wirkt bereits im Stand bullig und kraftvoll. Am Motor ist dann spätestens Schluss mit der Blutsverwandtschaft. Während er an den Motorrädern so stark wie möglich zur Schau gestellt wird, ist der Motor am Endeavour formschön in den Rahmen integriert. Besonders bei den Schweißnähten am Motor kann Kalkhoff fast darüber hinwegtäuschen, dass man es mit einem Aluminium-Rahmen zu tun hat. Die Verbindung der Alurohre wurde sauber abgeschliffen, sodass es den Eindruck erweckt, man würde auf einem E-Bike aus Carbon unterwegs sein.
Am Steuerrohr ist man hingegen einen anderen Weg gegangen und hat die Schweißnaht als Teil der Linienführung des Rahmens eingearbeitet. Auch die Vorderradgabel schließt nahtlos mit dem Steuerrohr ab, dadurch wirkt die Verbindung von Oberrohr zu Steuerrohr und Vorderradgabel wie aus einem Guss. Das Unterrohr hingegen sieh grob angeschweißt aus, schade.


Das Oberrohr teilt sich um das Sattelrohr herum auf und verläuft in einer fast geraden Linie als Sitzstreben weiter. Die Sattelklemme ist im Sitzrohr integriert und unter einer Abdeckung versteckt, so wie man es von modernen Road- und Gravel-Bikes kennt.


Unter dem Oberrohr befinden sich Anschraubpunkte für einen Flaschenhalter und hinter dem Sattelrohr ein weiterer Anschraubpunkt für ein Fahrradschloss, doch wir haben es nicht übers Herz gebracht, unsere Ausrüstung dort anzubringen und damit die cleane Optik des Rahmens zu ruinieren. Auf dem Unterrohr ist kein Flaschenhalter platziert, weil beim Kalkhoff Endeavour der vollintegrierte Akku nach oben aus dem Rahmen entfernt wird und der Flaschenhalter dabei in die Quere kommen könnte.
Dass die Züge in der Pure-Sonderausstattung möglichst unsichtbar durch den Rahmen verlaufen, haben wir bereits erwähnt, leider kann unser Test-Bike aus dem Modelljahr 2020 nicht mit einem cleanen Cockpit überzeugen. Die Bremskabel und Schaltzüge sowie die elektrischen Leitungen für Motorsteuerung und Licht baumeln wirr vor dem Lenker herum, bevor sie in den speziell dafür vorbereiteten Vorbau verschwinden. Auf der Unterseite des Gabelschafts treten sie erneut sichtbar hervor, bis sie im Unterrohr durch eine spezielle Öffnung wieder zurück in den Rahmen laufen.
Alle, die sich bereits das Endeavour 7.B Pure aus dem Modelljahr 2021 für 5.499 € zugelegt haben, können sich über MAGURA MCi-Bremsen mit im Lenker integrierten Bremsleitungen und einer elektronischen Shimano Di2-Schaltung freuen. Dadurch sollte das Cockpit um ein paar Züge ärmer werden und aus der Fahrerperspektive deutlich aufgeräumter erscheinen.

Eine weitere „Spezialanfertigung“ ist die Abdeckung des oberen Steuersatzlagers. Es schließt formschön mit dem Steuerrohr ab, sorgt aber leider auch gleichzeitig für eine etwas umständliche Einstellung des Lagerspiels. Über der Abdeckung sitzt eine Gewindemutter, die entgegengesetzt zur Abdeckung verschraubt werden muss, um Spannung auf die Vorderradgabel aufzubauen und Lagerspiel zu beseitigen. Die obere Mutter wird mit einer sehr kleinen Madenschraube mit 1,5er Inbus fixiert und entriegelt, und muss dann mit einem sehr dünnen Werkzeug, das durch eine kleine Öffnung gefädelt wird, gehalten werden. Beide Werkzeuge findet man für gewöhnlich auch nicht an einem besonders gut ausgestatteten Multitool fürs Fahrrad. Sollte das Lager zwischen Gabel und Rahmen (Steuersatz) also unterwegs mal Spiel entwickeln, lässt es sich nicht einfach wieder festziehen. Kalkhoff hat uns mitgeteilt, dass man dafür bereits mit den Fahrradteile-Spezialist Acros eine neue Steuersatzlösung entwickelt hat, die bei der nächsten Generation des Endeavour zum Einsatz kommen wird.
Insgesamt macht das Kalkhoff Endeavour 7.B Pure einen guten und soliden Eindruck. Alle Teile vermitteln einen vertrauenserweckenden Eindruck und klappern nicht während der Fahrt. Das zulässige Gesamtgewicht des Kalkhoff Endeavours beträgt 130 kg, abzüglich des E-Bike Gewichts von knapp 25 kg ist damit mit 105 kg für den Biker oder die Bikerin plus Ausrüstung die Obergrenze erreicht. Schwere Bike-Fans müssen sich im Kalkhoff-Sortiment nach der Bezeichnung XXL oder „+“ umsehen, E-Bikes mit dieser Ausstattung haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 170 kg.
Die Ausstattung
In der sauberen Silhouette des Kalkhoff Endeavour 7.B Pure verstecken sich leistungsstarke Komponenten und eine hochwertige Ausstattung. Unter der Haube des Endeavours sitzt der Bosch Performance Line CX-Antrieb mit 85 Nm und einem integrierten Akku mit 625 Wh. Das verleiht dem E-Bike einen kraftvollen Antritt, Durchzugspower bis zur 25-km/h-Grenze und einen großen Teil seines sportlichen Charakters. Auf dem Bosch Kiox-Display vor dem Vorbau lassen sich alle relevanten Motordaten ablesen. An diesem sportlichen E-Bike auch nicht verkehrt: Ein Pulsmesser lässt sich über Bluetooth mit dem Kiox-Display koppeln, um die Trainingssession mit dem Kalkhoff Endeavour aufzuzeichnen oder die tägliche Pendelstrecke mit dem regelmäßigen Work-out zu verbinden.
Zum sportlichen Charakter passen auch die voluminösen Reifen. Am Endeavour sitzen 2,4” breite Schwalbe Super Moto-X-Reifen auf RODI Tryp35-Felgen mit einer großzügigen Innenweite von 35 mm. Die schweren und breiten Reifen sorgen nicht nur für eine massive Optik am E-Bike, sondern erzeugen auch ein stabiles Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten oberhalb der 25-km/h-Grenze.

An unserem Test-Bike aus dem Modelljahr 2020 lieferte eine Shimano XT 12-fach-Schaltung mit einer Shimano SLX-Kassette ordentliche Schalt-Performance. Ab 2021 kommt eine elektronische Shimano XT Di2-Schaltung mit 11 Gängen zum Einsatz, die unserer Erfahrung nach noch eine Spur präziser schaltet als ihre mechanische Schwester. Zudem lassen sich die elektronischen Leitungen der Schaltung sauberer verlegen als die mechanischen Züge. Die kraftvolle MAGURA MT5 Vierkolbenbremse sorgt für starke Verzögerung. Seit diesem Jahr werden die Bremshebel durch integrierte MAGURA MCi-Bremshebel ersetzt. Bei ihnen sitzen die Geberkolben und Bremsleitungen besser versteckt im Lenker und sorgen für ein aufgeräumtes Cockpit.


Für die passende Ergonomie sorgen der SM10-Sattel und GA30-Griffe aus dem Hause Ergon. Während die Starrgabel aus Carbon vorne durch ihren Flex für ein erträgliches Maß an Dämpfung sorgt, muss man diesbezüglich bei der Sattelstütze aus Aluminium Abstriche machen. Hier ließe sich durch eine Carbon-Sattelstütze zusätzlicher Komfort gewinnen, ohne dass die saubere Optik des Kalkhoff Endeavours darunter leiden müsste.
Alltagstauglich wird das Kalkhoff Endeavour durch die serienmäßige Lichtanlage von Supernova und Spanninga. Vorne arbeitet das Supernova MINI2 PRO-Licht, das über eine Fernlicht-Funktion verfügt und vom Lenker aus bedient wird. Das Spanninga PIMENTO-Rücklicht sitzt sinnvoll im Gepäckträger integriert und sorgt auch bei Tageslicht für gute Sichtbarkeit im Stadtverkehr. Der Strom für beide Lichter stammt aus dem Hauptakku und die Leitungen des Rücklichts verlaufen unsichtbar durch den Gepäckträger. Der Rear Low Rider-Gepäckträger ist dezent gestaltet und bietet die Möglichkeit, Satteltaschen seitlich zu befestigen. Leider besitzt er keine plane Oberfläche, um darauf einen Korb oder andere Gepäckstücke zu transportieren.


Kalkhoff Endeavour 7.B Pure 2020
4.699 €
Ausstattung
Motor Bosch Performance Line CX 85 Nm
Akku Bosch PowerTube 625 Wh
Display Bosch Kiox
Sattelstütze Concept EX, Alu
Bremsen MAGURA MT5 180/180 mm
Schaltung Shimano XT/SLX 1x12
Vorbau Concept EX, verstellbar
Lenker Concept EX Riser 690 mm
Laufradsatz Rodi Tryp35
Reifen Schwalbe Super Moto-X 27,5 x 2,4”
Technische Daten
Größe S M L XL
Gewicht 25,2 kg
Zul. Gesamtgewicht (zGG) 130 kg
Max. Zuladung (Fahrer) 104 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme ja
Besonderheiten
Supernova MINI2 Pro mit Fernlicht
Spanninga Pimento Rücklicht
Kalkhoff Endeavour 7.B Pure 2021
5.499 €
Ausstattung
Motor Bosch Performance Line CX 85 Nm
Akku Bosch PowerTube 625 Wh
Display Bosch Kiox
Sattelstütze Concept EX, Alu
Bremsen MAGURA MCi5/MCi4 180/180 mm
Schaltung Shimano XT Di2/SLX 1x11
Vorbau Concept
Lenker Concept EX Riser 690 mm
Laufradsatz Rodi Tryp35
Reifen Schwalbe Super Moto-X 27,5 x 2,4”
Technische Daten
Größe S M L XL
Gewicht 25 kg (Herstellerangabe)
Zul. Gesamtgewicht (zGG) 130 kg
Max. Zuladung (Fahrer) 105 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme ja
Besonderheiten
Supernova E3 Mini Pro mit Fernlicht
Spanninga Pimento Rücklicht
Das Endeavour 7 ist in den aufsteigenden Ausstattungs-Leveln Move, Advanced und Excite ab 3.799 € erhältlich. Die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten können zudem noch mit Sonderausstattungen kombiniert werden. Modelle mit der Bezeichnung Belt setzten auf einen Riemenantrieb statt auf eine Kettenschaltung, das Endeavour 7 45 ist eine S-Pedelec-Variante mit einer Motorunterstützung bis 45 km/h und die von uns getestete Pure-Sonderausstattung ist die Naked-Variante mit besonders aufgeräumtem Design. Das Endeavour 7.B wird in den Größen S bis L als Trapezrahmen und in den Größen M bis XL als Diamantrahmen angeboten, womit Fahrerinnen und Fahrer mit einer Körpergröße von unter 1,55 m bis 1,94 m abgedeckt werden.
Die Geometrie
| Größe | S | M | L | XL |
|---|---|---|---|---|
| Oberrohr | 595 mm | 604 mm | 613 mm | 622 mm |
| Sitzrohr | 430 mm | 480 mm | 530 mm | 580 mm |
| Steuerrohr | 160 mm | 170 mm | 180 mm | 190 mm |
| Lenkwinkel | 73° | 73° | 73° | 73° |
| Sitzwinkel | 71° | 71° | 71° | 71° |
| Tretlager-Absenkung | 47 mm | 47 mm | 47 mm | 47 mm |
| Reach | 405 mm | 411 mm | 417 mm | 423 mm |
| Stack | 621 mm | 630 mm | 640 mm | 649 mm |
| Radstand | 1.133 mm | 1.142 mm | 1.151 mm | 1.161 mm |
Fast and the Furious – Das Fahrverhalten im Test
Endeavour steht zwar für Bemühung oder Anstrengung, auf dem Kalkhoff gestaltet sich die Fahrt aber bei Weitem nicht so, wie der Name es vermuten lässt. Die Verwandtschaft zum Namensvetter, dem Endeavour Space Shuttle, beschreibt das Fahrverhalten deutlich besser. Bei moderatem Tempo sorgen die aufrechte Sitzposition und die hohe Front für Komfort und eine entspannte Rückenmuskulatur auf langen Trips. Durch den steilen Lenkwinkel an der Vorderradgabel wird das Endeavour bei langsamen Geschwindigkeiten wendig und lässt sich leicht über den Lenker manövrieren. Das Bike-Gewicht von 25 kg zirkelt man mit Leichtigkeit durch enge Geländer an U-Bahn-Übergängen.
Nutzt man den kraftvollen Schub des Bosch-Motors bis zur 25-km/h-Grenze aus, oder tritt man aus eigenem Antrieb darüber hinaus, verändert sich der Charakter des Endeavours deutlich. Dann wird aus dem wendigen E-Bike ein sportlicher Straßenrennwagen mit stabilem Geradeauslauf. Statt über Lenkbefehle wird das E-Bike nun wie ein Motorrad über eine sportliche Schräglage gelenkt, um enge Kurvenradien zu ziehen. Die runden Schwalbe Super Moto-X Reifen laden förmlich dazu ein, den Körperschwerpunkt ins Kurveninnere zu verlagern und das seitliche Reifenprofil mit dem Asphalt Bekanntschaft machen zu lassen. Ihr hohes Volumen und ihre Masse erzeugen eine gute Eigendämpfung und verleihen der Fahrt besondere Laufruhe. Für den Langstreckenkomfort ist die Fahrbahnbeschaffenheit der ausschlaggebende Faktor: Abgesehen von den voluminösen Reifen besitzt das E-Bike keine Komfortquellen, weshalb man lange Touren besser nur auf gut asphaltierten Untergründen planen sollte. Dort kann es am besten seinen sportlichen Charakter ausspielen, ohne auf langen Rides den Fahrer zu ermüden. Erblickt man ein Stück freie Fahrbahn vor sich, steht man automatisch aus dem Sattel auf, um zusammen mit dem Motorschub einen Sprint hinzulegen. Etwas mutigere Fahrerinnen und Fahrer können auch mit einem beherzten Griff auf die Bremse das Hinterrad ausbrechen lassen und die Blicke vor der Eisdiele auf sich ziehen. Fahrspaß pur!
Das beste Accessoire zum Endeavour ist die BahnCard 100 mit kostenloser Fahrradmitnahme, um andere Großstädte mit dem E-Bike erkunden zu können.
Das Kalkhoff Endeavour 7.B Pure fährt sich prägnant sportlich und vermittelt sowohl bei Fans von Touren als auch bei Alltagspendelnden damit Fahrfreude. Wer es sich jedoch ausschließlich für den Weg zur Arbeit zulegt, sollte darauf achten, das E-Bike auch mal ohne Jacket oder Hosenanzug auszuführen. Am meisten Freude bereitet das stilvolle E-Bike, wenn man sich darauf in legerer Kleidung den Fahrtwind durchs offene Hemd flattern lässt, ohne dass man von einem Rucksack oder irgendwelchen Taschen in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Das beste Accessoire, das man zum Endeavour besitzen kann, ist eine BahnCard 100, bei der die Fahrradmitnahme kostenlos ist. E-Bike in den Zug einladen und damit andere Städte erkunden – das Bike ist ein perfekter Partner für Entdeckungstouren. Für den Einkauf oder als Cargo-Bike ist die Naked-Ausstattung nicht die beste im Kalkhoff-Portfolio.
Unser Fazit zum Kalkhoff Endeavour 7.B Pure
Das Kalkhoff Endeavour 7.B Pure besitzt nicht alle Alltags-Features und Gepäckträgeroptionen, die man von einem E-Trekking-Bike in dieser Preisklasse erwarten kann, aber das will es auch nicht. Es glänzt stattdessen mit einem edlen Design und einem sportlichen Fahrverhalten. Die Komponenten sind eher auf Leistung als Komfort ausgerichtet. Das Erlebnis der Fahrt selbst wird zum Teil der Erfahrung, die man auf seinen Touren damit sammelt, und das macht es so besonders.
Mehr Infos findet ihr unter kalkhoff-bikes.com
Tops
- sportliches Fahrverhalten
- ästhetisches Design
- kraftvoller Bosch Performance CX-Motor
Flops
- umständliche Vorbaukonstruktion
- fehlender Langstreckenkomfort
Words: Rudolf Fischer Photos: Finlay Anderson
