Eine faltbare Campingküche, die alles in einer kompakten Einheit integriert: Gaskocher, Spüle mit elektrischem Wasserhahn und Stauraum für Töpfe und Co. Ist das die perfekte All-in-One-Lösung für Vanlife und Camping oder nur ein schickes Design-Accessoire für überausgestattete Offroad-Karren? Das erfahrt ihr hier in unserem Campingküchen-Test.

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Naturbummler Campingküche CompactCook+ | Gewicht: 20 kg | Maße (geschlossen): 61 x 40,5 x 52,5 cm (L x B x H) | Maße (geöffnet): 123 x 66,5 x 76,5 cm (L x B x H) | Preis: 449 € | Hersteller-Website

Alu-Kraftkiste – diesen Namen haben die Jungs von Naturbummler aus dem süddeutschen Mannheim schon an eines ihrer Dachzelte vergeben. Sonst würde er nämlich auch bestens zur Campingküche CompactCook+ passen, die aus demselben Material wie das oben genannte Hartschalenzelt gefertigt und gefühlt ebenso robust ist. Naturbummler vereint in seiner faltbaren Campingküche im fancy pulverbeschichteten Aluminiumgewand die wesentlichen Elemente des Kochens in einem: Gasherd, Spüle mit fließendem Wasser, Stauraum. Das gibt es serienmäßig in dieser Form noch nicht auf dem Markt, denn bei anderen beliebten Anbietern kompakter Campingküchen, wie etwa Campwerk, fehlen entweder das fließende Wasser oder der integrierte Herd in der Box. Die 20 kg schwere faltbare Campingküche gibt es für 449,- €. Ist sie ihren Preis wert? Wir hatten sie beim Dachzelt-Test dabei.

Im Test: Was kann die faltbare Campingküche von Naturbummler?

Die kompakte Kiste steckt voller Funktionen und ist beim Aufbau super handzuhaben: Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich die 20 kg schwere Alubox in eine imposante Campingküche verwandeln – Transformer-Effekt inklusive. Füße und Seitenteile klappen nacheinander aus, der Deckel fungiert dann als praktische Ablagefläche. Zugleich gibt man damit den einflammigen Gaskocher frei, der lose eingesetzt ist und mit MSF-1 A Gaskartuschen betrieben wird (nicht im Lieferumfang enthalten).

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Beeindruckend kompakt: Die Campingküche in unserem Test bringt es geschlossen auf nur 61 x 40,5 x 52,5 cm (L x B x H).
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Der Gaskocher enttäuscht bei der Materialqualität
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Zu wenig Platz für den Finger – Vorsicht ist beim Öffnen der oberen Schublade geboten.

Ein geschlossenes, zweigeteiltes Hauptfach mit einem Unterboden, 2 Schubladen und einem entnehmbaren Besteckkasten bringt ordentlich Stauraum für Küchenutensilien, kleine Töpfe, Geschirr und ein paar Lebensmittel. Auch neben und hinter dem Kochfeld der faltbaren Campingküche ist zusätzlicher Platz für Küchen-Kleinkram wie Gewürze, Kochlöffel und Co. Vorsicht ist beim Öffnen der oberen Schublade geboten: Der Abstand zwischen Schublade und Gehäuse ist so gering, dass man sich ordentlich den Finger einklemmen kann.

Die Transformation der faltbaren Küchenbox ist abgeschlossen, nachdem seitlich noch ein kleines Arbeitspaneel sowie eine Vorrichtung für Waschbecken und Wasserhahn aufgeklappt wurden. Letzterer ist der heimliche Star der Campingküche im Test, denn er liefert auf Outdoortrips ein rares Gut: fließendes Wasser. Mittels elektrischer Pumpe und Wasserschlauch wird das Wasser aus einem beliebigen Kanister oder Eimer nach oben gepumpt. Das erweist sich beim Kochen als deutlich praktischer und bequemer als die sonst so üblichen DIY-Lösungen mit Kanister und Auffangbehälter. A propos bequemes Kochen: Menschen, die von der Durchschnittsgröße abweichen, sollten wissen, dass die Beine der Naturbummler Campingküche nicht höhenverstellbar sind. Daher muss man mit der fixen Arbeitshöhe klarkommen, die sich einem präsentiert.

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Optisch ein Hingucker, praktisch ein durchdachtes Konzept – bis auf den löchrigen Deckel.

Beim Material setzt Naturbummler bei der faltbaren Campingküche in großen Teilen auf Qualität: Unzerstörbar und gleichzeitig schick ist das schwarze Aluminiumgehäuse. Auch die Schubladen erweisen sich im Gebrauch als hochwertig, leichtgängig und stabil und sind mit robusten Rutschmatten versehen. Die Beine stehen ebenfalls stabil und sicher. Bei manchen Teilen der Campingküche spart der Hersteller allerdings – wie bei einem der zentralen Elemente, dem Gaskocher. Der erinnert an Produkte, die man online für 20 € bekommt. Vor allem das Material des Aufsatzes, auf dem der Topf oder die Pfanne stehen, macht keinen ordentlichen Eindruck: Teils springt der Lack an Verbindungsstellen ab oder beginnt nach kurzer Zeit zu rosten. Unser Tuning-Tipp: Da der Kocher nicht fest verbaut ist, kann er bei Bedarf gegen einen hochwertigeren ausgetauscht werden.
*** Update: Im Nachfolgemodell CompactCook+ 2.0 wurde der Kocher durch ein hochwertigeres, zweiflammiges Kochfeld ausgetauscht. ***

Ebenfalls von Nachteil ist, dass die Campingküche bei drohendem Regen ins Auto oder unter ein Tarp gepackt werden muss. Wasserdicht ist sie nämlich leider nicht, da – ausgerechnet – der Deckel mit großen Löchern perforiert ist. Das ist unpraktisch, weil bei Regen sowohl der Gaskocher als auch die Ablagefächer samt der dort verstauten Utensilien nass werden. Bei einem stärkeren Guss steht dort das Wasser. Hier müsste Naturbummler mit einem Regenschutz nachrüsten.

Braucht man die faltbare Campingküche?

Wenn man häufiger Kurztrips als ausgedehnte Urlaubsreisen unternimmt, dann ist das System etwas überdimensioniert: Trotz einfachem Aufbau ist die Outdoorküche etwas sperrig und durch das verbaute Aluminium nicht gerade ein Fliegengewicht. 20 kg sind üppig und schrauben die Fahrzeugbeladung ganz schön in die Höhe – da werden manche zweimal überlegen, ob sie nicht stattdessen einfach den kleinen Gaskocher und einen Wasserkanister einpacken. Aber: Die CompactCook+ Campingküche ist ein cooles und hochfunktionales Teil – und in der Kombi, die sie bietet, einzigartig: Verstauen, Kochen und Spülen mit fließend Wasser können die Produkte von Konkurrenten wie Boxio, Campwerk oder Camptools auf diesem kompakten Raum nicht.

Die Anschaffung der faltbaren Campingküche aus unserem Test lohnt sich also für alle, die beim Campen keine Provisorien mit zig verschiedenen einzelnen Gadgets mögen, sondern auf kompakte, integrierte Lösungen stehen. Und für diejenigen, denen eine Campingküche in schickem Industrial-Design auch optisch recht gut reinläuft – etwas neben ihrem voll ausgestatteten Expeditionsfahrzeug. Nur ausreichend Platz braucht man dann im Fahrzeug und im Keller, wo die Outdoorküche ja die meiste Zeit gelagert werden muss.

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Waschen, schneiden, föh… äh, kochen: Die Campingküche von Naturbummler vereint alle Küchen-Essentials in einem System. Bei unserem Dachzelt-Test hat sich das bewährt.

Fazit: Würden wir die Campingküche CompactCook+ kaufen?

Das Versprechen vom “Alles drin ohne Schnickschnack” trifft auf die CompactCook+ definitiv zu. Wir würden uns zwar eine regensichere Lösung und einen hochwertigeren Kocher wünschen (Update: in der Version 2.0 nun tatsächlich enthalten), sind aber vom Gesamtkonzept und der Qualität der Campingküche von Naturbummler überzeugt. Wer es lieber minimalistisch mag, braucht die CompactCook+ nicht. Alle, die eine robuste und trotzdem stylishe All-in-One-Lösung beim Campen suchen, sind hier jedoch an der richtigen Adresse.

Tops

  • All-in-One: fließend Wasser, Kocher und Stauraum in einer kompakten Box
  • robustes Material
  • schickes Design

Flops

  • billiger Gaskocher
  • kein Regenkonzept
  • Gewicht

Mehr Infos gibt’s bei naturbummler.de.

Kopie von INTRO Hybdrid Dachzelte Test 2025 Test Review MAG 17 scaled

Words: Felicia Nastal Photos: Manne Schmitt, Jan Fock