Kompakt, leicht und immer dabei: Genau dafür steht die DJI Neo. Mit der Neo 2 legt DJI nach und spendiert der Mini-Drohne neue Sensoren, mehr Reichweite und zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten. Wir haben getestet, wie gut das Konzept beim Reisen, Sport und Mountainbiken funktioniert.

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DJI Neo 2 | Gewicht: 161 g | Abmessungen: 167 × 171 × 54 mm | Flugzeit: bis zu 19 Minuten
Preis: ab 239 € | Hersteller-Website

Drohne aus der Tasche, einschalten, starten – und schon jagt sie dir auf dem Trail hinterher. Genau dieses unkomplizierte Konzept hat die DJI Neo zu einer der spannendsten Follow-Me-Drohnen gemacht. Nur gut ein Jahr nach ihrer Vorstellung schiebt DJI bereits das Nachfolgemodell hinterher: Die Neo 2 soll mit Hinderniserkennung, Gestensteuerung und besserer Kamera an vielen Stellen noch eins drauflegen. Doch neben den Erwartungen sind auch das Gewicht, die Größe und der Preis des Nachfolgers gewachsen. Bleibt die Neo 2 damit die unkomplizierte „Immer-dabei-Drohne“ – oder verliert sie genau das, was das Vorgängermodell so besonders gemacht hat?

Die DJI Neo 2 im Detail: Mehr ist immer besser?

Die beste Drohne ist bekanntlich die, die man dabei hat. Ob auf Reisen, beim Sport, im Prinzip überall – und genau das hat die Neo bisher hervorragend gemeistert: Extrem kompakt, 135 Gramm leicht und selbst ohne Zubehör bedienbar, war sie immer mit im Gepäck – eine Kunst, an der die meisten anderen Drohnen scheitern.

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Size matters! Um ganze 56 % ist die Neo 2 gegenüber dem Vorgängermodell gewachsen.

Hält man die neue Neo 2 neben ihr Vorgängermodell zeigt sich schnell: Die Abmessungen sind ein gutes Stück gewachsen, insbesondere mit eingestecktem Sendeempfänger (mehr dazu später). Auch das Gewicht ist bei der Neo 2 leicht gestiegen: Rund 25 Gramm mehr bringt sie nun auf die Waage, liegt mit rund 160 Gramm aber weiterhin deutlich unter der 250-Gramm-Grenze für die C0-Drohnenklasse. Bei Drohnen dieser Klasse ist kein Führerschein erforderlich, was sie besonders für Einsteiger attraktiv macht. Das gilt auch nach wie vor für den Preis, auch wenn DJI für die Neo 2 nun über alle drei Ausstattungspakete hinweg rund 50 € mehr verlangt. Mit einem Einstiegspreis von 239 € beim günstigsten Paket bleibt die Neo 2 dennoch die erschwinglichste Drohne im DJI-Portfolio – abgesehen vom weiterhin erhältlichen Vorgängermodell.

Die Neo 2 ist aktuell die auch die preiswerteste DJI-Drohne mit omnidirektionaler Hinderniserkennung – eine Fähigkeit, die dem Vorgängermodell noch fehlte. Möglich macht das eine neue Sensorik rund um die Drohne, die vermutlich auch einer der Gründe für die gewachsenen Abmessungen ist.

Folgende Sensoren nutzt die DJI Neo 2:

  • einen nach unten gerichteten Infrarotsensor, um den Abstand zum Boden zu erfassen
  • ein omnidirektionales monokulares Sichtsystem, d. h. ein kamerabasiertes Hinderniserkennungssystem, das die Umgebung mit jeweils einer Kamera pro Richtung erfasst, um die Umgebung zu erfassen
  • ein nach vorn gerichteter LiDAR-Sensor zur Abstandsmessung auch bei schlechten Lichtverhältnissen
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Doch nicht nur technisch orientiert sich die Neo 2 an ihren großen Geschwistern – auch die Optik macht einen professionellen Eindruck. Das Gehäuse besteht zwar vollständig aus Kunststoff und lässt sich – anders als bei den teureren Modellen – nicht zusammenfalten, doch genau das macht die Drohne leicht und gleichzeitig robust. Zudem gleicht der im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich dunklere Grauton dem Design der großen DJI-Drohnen wie beispielsweise einer Mavic oder Avata.

Dass es sich bei der Neo 2 um weit mehr als eine Neo mit zusätzlichen Sensoren handelt, zeigt sich auch beim Thema Akku. DJI setzt hier auf ein komplett neues Akku-Design mit höherer Energiedichte. Zudem werden die Akkus nun – wie bei den größeren DJI-Drohnen – von oben eingesetzt und besitzen einen integrierten Power-Button. Praktischerweise kann so der Akku-Stand schnell und unkompliziert direkt am Akku gecheckt werden, ohne dass dieser vorher eingesetzt werden muss.

Der Nachteil des Ganzen: Die Zusatz-Akkus der ersten Neo sind nicht mehr kompatibel. Wegen des höheren Gewichts der Neo 2 bleibt zudem die Flugzeit quasi unverändert. Mit dem sinnvollen Propellerschutz gibt DJI weiterhin rund 17 Minuten maximale Flugzeit an. Für längere Ausflüge empfiehlt sich daher mindestens ein Zusatz-Akku im Gepäck – zumal das Laden über den USB-C-Anschluss der Drohne mit rund 70 Minuten vergleichsweise lange dauert. In den beiden größeren Paketen (Fly More Combo und Motion Fly More Combo) sind zwei zusätzliche Akkus bereits enthalten. Im Lieferumfang befindet sich dann außerdem eine praktische Zwei-Wege-Ladestation, mit der sich alle drei Akkus gleichzeitig aufladen lassen.

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Wir hatten die Neo 2 in der Fly More Combo für 399 € im Test. Neben den Zusatz-Akkus und der Zwei-Wege-Ladestation gehört hier auch eine RC-N3-Fernsteuerung inklusive des zugehörigen Sendeempfängers zum Lieferumfang. Wer noch tiefer ins professionelle Fliegen einsteigen möchte, muss zur Motion Fly More Combo für 579 € greifen. Sie erweitert die Neo 2 um FPV-Goggles und Motion Controller. Positiv: Sämtliches Zubehör aus den teureren Paketen lässt sich auch einzeln erwerben. So kann jeder seine Neo 2 genau nach Bedarf konfigurieren und später jederzeit erweitern.

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Für 399 € bekommt ihr zusätzlich zur Drohne eine RC-N3-Fernbedienung, den dafür erforderlichen RC-Receiver sowie die Zwei-Wege-Ladestation mit zwei zusätzlichen Akkus.

Die DJI Neo 2 ist in drei Paketen erhältlich:

nur Drohne Fly More Combo Motion Fly More Combo
239 € 399 € 579 €
Drohne
Propellerschutz
RC-Receiver
Zwei-Wege-Ladestation
RC-N3-Fernbedienung
RC Motion 3-Controller
Goggles N3
Mitgelieferte Akkus 1 3 3
Akku Zwei-Wege-Ladestation Sendeempfänger RC-N3-Fernsteuerung RC Motion 3-Controller Goggles N3
39 € 35 € 21 € 119 € 89 € 269 €

Was hat sich bei der Kamera der Neo 2 getan?

Einer der größten Kritikpunkte am Vorgängermodell war die Bildqualität. Die Kamera der Neo 2 verfügt über eine größere Blende von f/2,2 statt f/2,8. Das bedeutet satte 60 % mehr Licht auf dem Bildsensor – ein Vorteil, der sich vor allem bei Aufnahmen in der Dämmerung bemerkbar macht, zumal die Neo 2 für dieses Szenario eine höhere maximale Sensorempfindlichkeit von ISO 12800 statt 6400 aufweist.

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DJI spendiert der Neo 2 Kamera eine größere Blende, einen größeren maximalen ISO-Bereich sowie eine Zwei-Achsen-Stabilisierung.

Hinzu kommt, dass die Neo 2 ihre Aufnahmen nun mit einer höheren maximalen Video-Bitrate von bis zu 80 Mbit/s speichert. Das erzeugt weniger Komprimierung des Bildmaterials, wodurch feine Details sichtbar sauberer dargestellt werden – genau hier hatten die Aufnahmen der ersten Neo-Generation Schwächen gezeigt. Die Aufnahmen der Neo 2 sind deutlich weniger überschärft, wirken detailreicher und lebendiger.

Während die maximale Bildwiederholrate der Aufnahmen bei der Neo der ersten Generation auf maximal 30 Bilder pro Sekunde limitiert war, sind nun flüssigere Aufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde bei 4K-Auflösung möglich. Wer die Neo 2 mit Fernbedienung fliegt, kann sogar auf bis zu 100 Bilder pro Sekunde hochschrauben.

Auch bei der Kamera-Stabilisierung hat DJI sich ins Zeug gelegt. Statt eines einfachen 1-Achsen-Gimbals arbeitet die Neo 2 nun mit einem 2-Achsen-Gimbal, der nicht nur Nickbewegungen, sondern zusätzlich die auftretende Rollbewegungen mechanisch ausgleicht, die zuvor lediglich digital stabilisiert wurden.

Bei all den Verbesserungen muss man aber auch die Kirche im Dorf lassen: Der Bildsensor der Neo 2 ist mit ½ Zoll unverändert geblieben und deutlich kleiner als die Sensoren moderner Smartphones. Ein aktuelles iPhone besitzt in der Hauptkamera einen Sensor mit rund dreimal so großer Fläche. Wer eine kompakte DJI Drohne unter 250 Gramm mit einem größeren Bildsensor, noch größerer Offenblende und höheren Videobitraten sucht, muss entweder zur DJI Flip (1/1,3 Zoll Sensor, f/1,7, max. 150 MBit/s) oder zur deutlich teureren Mini 5 Pro (1 Zoll Sensor, f/1,8, max. 130 MBit/s) greifen. Selbiges gilt für alle, die zwingend RAW-Fotos zur optimalen Bearbeitbarkeit von Fotos oder erweiterbaren Speicher benötigen – diese Funktionen bleiben der Neo 2 verwehrt.

DJI Neo DJI Neo 2
Abmessungen mit Propellerschutz 130 × 157 × 48,5 mm 167 × 171 × 54 mm
Gewicht (inkl. RC-Receiver) 135 g 160 g
Anzahl Bedienungsknöpfe 1 3
Integriertes Display nein ja
Handgestensteuerung nein ja
Anzahl Flugmodi (Smart Snaps) 6
Folgen, Dronie, Kreisen, Rocket, Spotlight & Individuell
11
analog zur Neo, ergänzt um SelfieShot, Dolly-Zoom, Master Shots und Folgen beim Radfahren und Skifahren
maximale Fluggeschwindigkeit im Folgen-Modus 8 m/s 12 m/s
Windwiderstandsfähigkeit Windstärke 4 (8 m/s) Windstärke 5 (10,7 m/s)
maximale Reichweite (WLAN) 50 m 500 m
Wi-Fi Protokoll Wi-Fi 5 Wi-Fi 6
max. Flugzeit 18 Minuten ohne Propellerschutz;
mit Propellerschutz 17 Minuten
19 Minuten ohne Propellerschutz;
mit Propellerschutz 17 Minuten
Energieinhalt Akku 10,5 Wh 11,5 Wh
Hinderniserkennung nur visuelle Positionierung nach unten omnidirektionales monokulares Sichtsystem, kombiniert mit einem nach unten gerichteten Infrarotsensor und einem nach vorn gerichteten LiDAR-Sensor
interner Speicherplatz 22 GB 49 GB
Bitrate Videoaufnahmen 75 Mbit/s 80 Mbit/s
maximale Framerate bei 4k-Auflösung 30 fps 100 fps
Gimbal 1-Achsen-Gimbal 2-Achsen-Gimbal
Blendenzahl f/2,8 f/2,2
maximale Wi-Fi-Datentransfer-Geschwindigkeit 25 MB/s 80 MB/s

Im Test: Was kann die DJI Neo 2?

Wir haben die neue DJI Neo 2 in unterschiedlichen Szenarien getestet – auf Reisen, im Alltag, aber selbstverständlich auch beim Sport – und für euch herausgefunden, ob und inwiefern sich die neuen Features auswirken.

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Das Wichtigste vorneweg: Die größeren Abmessungen machen sich glücklicherweise kaum bemerkbar. Die Neo 2 passt nach wie vor in kleine Rucksäcke oder große Jackentaschen. Lediglich die exponierten Antennen mit eingestecktem Receiver vermitteln ein etwas ungutes Gefühl beim Verstauen – wir konnten allerdings kein Abknicken oder sonstige Beschädigungen durch den Transport feststellen.

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Die Neo 2 ist größer und schwerer als ihr Vorgänger – passt aber immer noch problemlos in kleine Rucksäcke oder größere Jackentaschen.
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Nur mit den Antennen bei eingestecktem RC-Receiver muss man vorsichtig sein.

Wie gut gelingt die Steuerung der neuen DJI Neo 2?

Am Einsatzort ausgepackt, muss nun die Steuerung der neuen Neo 2 überzeugen. Die Neo der ersten Generation konnte mit ihren besonders flexiblen Steuerungsmöglichkeiten trumpfen. Ob über die Smartphone-App, per Sprachbefehl, je nach Paket mit klassischer Fernsteuerung, Motion Controller oder FPV-Goggles – alles war möglich.

Das eigentliche Highlight der Neo war aber immer die Bedienung direkt aus der Hand – ohne Smartphone, ohne Fernbedienung. Genau diesen Punkt hat DJI beim Nachfolger nun konsequent weiterentwickelt. Zwei zusätzliche Tasten, ein integriertes Display sowie eine neuartige Gestensteuerung versprechen noch mehr Möglichkeiten als bisher – und noch weniger Abhängigkeit von externen Bedieneinheiten wie dem Smartphone oder der Remote.

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Zusätzliche Tasten unter den Rotoren ermöglichen Anpassungen der Einstellungen ohne Smartphone und sind ebenso hilfreich …
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… wie das integrierte Display, das Auskunft über den eingestellten Modus gibt.

In der Praxis macht sich das schnell bemerkbar: Für Feineinstellungen, etwa die Entfernung und Höhe im Folgen-Modus, musste bei der Neo der ersten Generation zum Smartphone gegriffen werden. Die Neo 2 erlaubt es, diese Einstellungen nun direkt an der Drohne vorzunehmen. Dafür besitzt sie drei Bedientasten, die sich nach kurzer Eingewöhnung auch mit einer Hand bedienen lassen. Ganz intuitiv ist die einhändige Bedienung jedoch nicht: Da die Tasten von den Rotoren verdeckt werden, fällt die Bedienung etwas umständlich aus, zumindest wenn man nur eine Hand benutzt. Dennoch bringt auch sie echten Mehrwert, weil sich die Modi so ohne Smartphone schnell anpassen lassen – unterstützt durch das kleine Display.

Das neue kleine Display neben der Hauptkamera, das den aktuell aktiven Flugmodus und die Einstellungsparameter anzeigt, ist eine deutliche Hilfe, um sich vor dem Abflug über die korrekten Einstellungen zu vergewissern. DJI hat die Neo 2 mit den schon vom Vorgänger sechs bekannten, automatisierten Filmszenen – DJI nennt diese Smart Snaps – ausgestattet. Für die Neo 2 wurden zusätzliche fünf Smart Snaps entwickelt.

Die fünf neuen Smart Snaps der DJI Neo 2:

  • SelfieShot: Die Neo 2 erzeugt Selfie-Fotos aus drei unterschiedlichen Perspektiven.
  • Dolly-Zoom: Dieser Modus erzeugt den berühmten „Hitchcock-Effekt“: Während die Drohne vorwärts oder rückwärts fliegt, verändert sie gleichzeitig per Digitalzoom den Bildausschnitt, sodass sich Hintergrund und Perspektive verzerren.
  • Master Shots: Hier übernimmt die Neo 2 komplett die Regie, erzeugt vollautomatisch Aufnahmen mit unterschiedlichen Kamerafahrten und erzeugt daraus einen fertigen Clip.
  • Folgen beim Radfahren: ein speziell optimierter Tracking-Modus für Radfahrer
  • Folgen beim Skifahren: ein speziell optimierter Tracking-Modus für Skifahrer

Hat man sich für einen von insgesamt 11 Modi entschieden, kann’s direkt losgehen. Der Start der Drohne geht wie gehabt vonstatten. Einmaliges Betätigen auf die rot markierte Bedientaste reicht aus und die Neo 2 hebt nach Ertönen eines Countdowns elegant aus der Handfläche ab, klingt dabei nun etwas tiefer, bleibt aber weiterhin aufdringlich schrill und laut. Entgegen der Geräuschkulisse fliegt die Neo 2 aber sehr souverän und fein manövrierbar in der Luft – geringe Windgeschwindigkeiten vorausgesetzt.

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Starten und Landen gelingen mit der Neo 2 noch zuverlässiger.
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Vom Winde verweht: Die leichte Neo 2 hat bei Wind sichtbar zu kämpfen, hält mit großer Anstrengung aber sicher ihre Position.

Wer die eingestellten Modus-Parameter während des Fluges anpassen wollte, musste bis dato ebenfalls zum Smartphone greifen – die Neo 2 macht auch diesen Schritt wieder teilweise obsolet, indem sie die neue Gestensteuerung ins Spiel bringt. Seid ihr im Folgen-Modus unterwegs, lassen sich die Richtung und der Abstand vom Motiv per Handbewegung anpassen – im laufenden Flug.

So funktioniert die Gestensteuerung der neuen DJI Neo 2:

  • Um die Gestensteuerung zu aktivieren, muss eine gestreckte Hand in Form eines Stop-Zeichens angehoben werden.
  • Die DJI Neo 2 bestätigt die aktivierte Gestensteuerung, indem die LED-Leuchte von Weiß auf Blau springt.
  • Das Bewegen der weiterhin angehobenen Handfläche nach rechts und links bewegt die Tracking-Position der Neo 2 in die entsprechende Richtung um das Objekt herum.
  • Um die Entfernung vom Objekt einzustellen, müssen zwei Hände in Form des Stop-Zeichens verwendet werden.
  • Wenn beide Handfläche direkt nebeneinander gehalten werden, verringert die Neo 2 ihre Tracking-Entfernung.
  • Wenn beide Handflächen mit einem Abstand zueinander gehalten werden, vergrößert die Neo 2 ihre Tracking-Entfernung.
  • Um die DJI Neo 2 wieder zu landen, muss ein Arm ausgestreckt mit nach oben gerichteter Handinnenfläche gehalten werden. Die Neo fliegt anschließend selbständig auf die Handfläche zurück.

Die Gestensteuerung funktioniert in der Praxis erstaunlich intuitiv und sieht nicht nur fancy aus, sondern bietet echten Mehrwert. Auch das Starten und Landen aus der Hand funktioniert insgesamt nochmal merklich zuverlässiger.

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Eine große Optimierung, die DJI überraschend wenig hervorhebt, zeigt sich beim Blick ins Datenblatt: Die angegebene Wi-Fi-Reichweite bei der Steuerung über das Smartphone ist von maximal 50 auf ganze 500 Meter gestiegen. Möglich wird das durch den Umstieg auf Wi-Fi 6 und vor allem durch ein zusätzliches 5,1-GHz-Frequenzband. Dieses darf nach EU-Richtlinien mit höherer Sendeleistung betrieben werden als die üblichen 2,4- oder 5,8-GHz-Bänder. Interessant dabei: Bei der direkten Steuerung über das Smartphone erreicht die Neo 2 damit sogar eine größere Wi-Fi-Reichweite als einige deutlich teurere DJI-Drohnen. Genau das passt perfekt zum Konzept der Neo. Wer die Fernsteuerung zuhause lassen kann, hat noch weniger Gründe, die Drohne nicht einfach mitzunehmen.

Für Flüge über sehr weite Distanzen braucht es aber nach wie vor eine separate Fernbedienung. Die Neo 2 ist wie das Vorgängermodell mit der RC-N3-Fernsteuerung kompatibel – vorausgesetzt, der Sendeempfänger ist montiert. Während dieser beim Vorgängermodell noch fest integriert war, besitzt die Neo 2 hierfür ein Aufsteckmodul, was über den USB-C-Anschluss verbunden und mit vier kleinen Schrauben gesichert wird.

Die exponierten Antennen dürften dann für eine noch bessere Verbindung sorgen. Andererseits: Wer die Drohne ohnehin selten mit Fernsteuerung bedient, kann den Empfänger demontieren, was die Neo 2 einerseits kompakter und unempfindlicher macht, andererseits die Flugzeit wegen des geringeren Gewichts etwas verlängert.

Abschließend gibt es noch Grund zur Freude für alle Apple Watch-Besitzer: Die Neo 2 erlaubt Livebild und Fernbedienungsfunktion vom Handgelenk aus. Im Test überzeugt die Funktion mit zuverlässiger Bildübertragung und sinnvoller Steuerung der Modi. Abermals sorgt das dafür, dass das Smartphone in der Tasche bleiben kann.

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Was bringt die Hinderniserkennung der DJI Neo 2 im Test?

Besonders spannend ist der Einsatz beim Mountainbiken im Wald – der Königsdisziplin für Follow-Drohnen. Hier treffen hohe Geschwindigkeiten auf dicht stehende Hindernisse, wechselnde Lichtverhältnisse und enge Trails. Genau in diesem Szenario haben wir die Neo 2 getestet – unter anderem beim E-Mountainbike-Vergleichstest unseres Schwestermagazins E-MOUNTAINBIKE im spanischen Tremp.

Beim Vorgänger war dieses Szenario noch ein echtes Glücksspiel. Die erste Neo verfügte über keinerlei Hindernis-Sensorik und flog beim Tracking schlicht auf Sicht. Sie suchte sich keinen Weg um Hindernisse herum, sondern folgte dem erkannten Motiv stur – egal ob Baum, Ast oder Fels im Weg stand. Entsprechend häufig kam es bei hohen Geschwindigkeiten zu Kollisionen.

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Und die Neo 2? Zumindest auf dem Papier bringt sie mit mehreren Sensoren erstmals eine echte Hinderniserkennung mit. In der Praxis funktioniert das auch – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Große und klar erkennbare Hindernisse werden zuverlässig erkannt, und in offenen Landschaften arbeitet das Tracking sehr stabil.

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Auf offener Fläche gelingt das Tracking auch bei hohem Tempo absolut zuverlässig.

Im dichten Wald zeigen sich jedoch schnell die Schwächen des Systems. Viele dicht aufeinanderfolgende Hindernisse und hohe Geschwindigkeiten bringen die Sensorik an ihre Grenzen. Während größere Bäume meist zuverlässig erkannt werden, übersieht die Drohne kleinere oder kahle Äste bei rund 30 km/h gelegentlich. Wer langsamer unterwegs ist, profitiert deutlich stärker von der neuen Hinderniserkennung.

So bleibt es trotz der zusätzlichen Sensoren teilweise Glückssache, ob die Neo 2 einen kompletten Trail ohne Zwischenfall verfolgen kann. Kurze Sequenzen gelingen meist problemlos – einen Trail von oben bis unten in einem Stück zu filmen, ist hingegen eher unrealistisch.

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Feine Äste im Wald sind bei hohem Tempo der natürliche Feind der Neo 2.

Immerhin zeigt sich die Neo 2 genauso robust wie ihr Vorgänger. In unserem Test hat sie selbst härtere Einschläge ohne Schäden überstanden. Sollte doch einmal etwas kaputtgehen, sind Ersatzpropeller und Propellerschutz bei DJI günstig erhältlich.

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Safety first: Mit der eingebauten Crash-Struktur würde die Neo 2 wohl selbst beim Euro NCAP bestehen.

Unterm Strich funktioniert die Hinderniserkennung zuverlässig bei großen, klar sichtbaren Hindernissen und sogar in Innenräumen. In komplexen Umgebungen mit vielen kleinen Ästen und gleichzeitig hohen Geschwindigkeiten stößt das System jedoch weiterhin an seine Grenzen. Für Mountainbiker bedeutet das: Ganz sorgenfrei ist das Tracking auch mit der Neo 2 nicht.

Wer in solchen Szenarien absolut zuverlässige Verfolgungsaufnahmen möchte, kommt derzeit weiterhin eher mit klassischen FPV-Drohnen und erfahrenen Piloten ans Ziel. Wir sind gespannt, wie DJI dieses Problem bei einer möglichen Neo 3 lösen wird.

Braucht man die DJI Neo 2?

Ja! DJI hat das Konzept einer „Immer-dabei-Drohne” mit der Neo 2 nochmals deutlich konsequenter umgesetzt. Vor allem die verbesserte Direktsteuerung und die deutlich größere Wi-Fi-Reichweite machen die Drohne flexibler und alltagstauglicher, als es ihr Vorgänger war.

Der eigentliche Gamechanger ist jedoch ein anderer: Die Neo 2 funktioniert in vielen Situationen komplett ohne zusätzliches Zubehör. Wer weder Fernsteuerung noch Smartphone zwingend benötigt, hat noch weniger Gründe, die Drohne zuhause zu lassen.

Genau das passt perfekt zum Konzept der Neo-Serie. Eine Drohne, die man einfach einpackt, aus der Tasche zieht und wenige Sekunden später in der Luft hat. Für spektakuläre Filmproduktionen ist die Neo 2 mit ihrem kleinen Sensor nach wie vor nicht gedacht – dafür bietet DJI im eigenen Portfolio genügend Alternativen. Ihre Stärke liegt woanders: spontane Luftaufnahmen, Follow-Shots beim Sport oder schnelle Social-Media-Clips.

Wer eine unkomplizierte Follow-Drohne für Reisen, Outdoor-Abenteuer oder Content Creation sucht, bekommt mit der Neo 2 aktuell eine der einfachsten und zugänglichsten Lösungen auf dem Markt.

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Fazit: Würden wir die DJI Neo 2 kaufen?

Ja. DJI hat seine Einsteigerdrohne in fast allen Bereichen verbessert. Die Neo 2 bietet eine bessere Kamera, deutlich mehr Reichweite und eine noch intuitivere Steuerung, die oft ganz ohne Fernsteuerung auskommt – und damit perfekt zum Konzept einer Drohne passt, die man einfach immer dabei hat. Perfekt ist sie trotzdem nicht: In komplexen Umgebungen stößt die Hinderniserkennung weiterhin an ihre Grenzen. Doch wie schon beim Vorgänger überzeugt die Neo 2 vor allem durch ihre Einfachheit. Drohne aus der Tasche, starten – und wenige Sekunden später entstehen Luftaufnahmen, für die früher deutlich mehr Technik nötig gewesen wäre.

Tops

  • vergrößerte Wi-Fi-Reichweite
  • noch autarkere Bedienbarkeit
  • verbesserte Bildqualität
  • Follow-Modus sehr zuverlässig in offenen Umgebungen

Flops

  • Hinderniserkennung bietet im dichten Wald und bei hohen Geschwindigkeiten wenig Mehrwert

Mehr Informationen unter dji.com.

Words & Photos: Lars Engmann

Wer schreibt hier?

Lars Engmann
Junior Editor

Lars Engmann ist Redakteur bei 41 Publishing. Sein Studium der Technischen Redaktion sowie seine Erfahrung als Ingenieur in der Fahrwiderstandsermittlung bilden die methodische Grundlage seiner Arbeit. Er betreut operative Einzel- und Vergleichstests für E-MOUNTAINBIKE und ENDURO mit Fokus auf Reichhöhenanalysen und Effizienzmessungen. Als Fachexperte für Optimierung und Systemgewicht bringt er seine Leidenschaft für Präzision in die Produktbewertung ein. Dabei verbindet er technische Dokumentation mit angewandter Performance-Analyse im Segment E-Performance.

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Unsere Redaktion greift auf das Fachwissen der Teams von ENDURO, E-MOUNTAINBIKE und GRAN FONDO zurück und bündelt jahrelange Testpraxis, Marktkenntnis und technische Expertise. Alle Produkttests entstehen transparent und auf Basis nachvollziehbarer, praxisnaher Kriterien. In unseren hauseigenen Bildern legen wir viel Wert auf Ästhetik – schon 2012 haben wir in Metropolen wie Shanghai und St. Tropez mit einer einzigartigen Bildsprache neue Maßstäbe gesetzt. 

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