Dieser Testbericht ist Teil unseres Vergleichstests der besten Camping-Kaffeemaschinen, in dem wir 8 unterschiedliche Konzepte – vom klassischen Herdkännchen bis zur elektrischen Mini-Siebträgermaschine – gegeneinander antreten lassen. Hier geht’s zur Kaufberatung und zum Überblick über alle Camping-Kaffeemaschinen im Test.
Inhaltsverzeichnis
- Erster Eindruck: Design, Material & Haptik
- IKAPE K2 Pro im Test: Wie funktioniert die Camping-Espressomaschine im Alltag?
- Für wen ist die IKAPE K2 Pro geeignet?
- Hält die IKAPE K2 Pro im Test, was sie verspricht?
- Fazit
- Das Testfeld beim Camping-Kaffeemaschinen-Test
Kaffeepulver einfüllen, Wasser rein, Knopf drücken – auf den ersten Blick funktioniert die IKAPE K2 PRO genauso wie ihre beiden direkten Konkurrenten im Vergleichstest, OutIn Nano und Handpresso E-Presso. Doch der Unterschied liegt im Anspruch. Während die meisten tragbaren Espressomaschinen vor allem unkompliziert Kaffee zubereiten sollen, möchte die IKAPE geschmacklich möglichst nah an eine klassische Siebträgermaschine herankommen und dabei auch Kaffee-Aficionados erreichen.
Der hohe Anspruch erklärt sich auch aus der Firmengeschichte, denn IKAPE ist ursprünglich ein reiner Hersteller von hochwertigem Barista-Zubehör. Für die K2 Pro – zuweilen auch KAPO K2 Pro genannt – setzen die Chinesen auf eine Technik, die man bislang eher aus dem Home-Barista-Bereich kennt. Die Maschine entstand gemeinsam mit dem auf tragbare Espressosysteme spezialisierten Hersteller CERAplus. Sie kombiniert ein Brühsystem im für Siebträgermaschinen klassischen 58-mm-Format mit einer Bluetooth-App, über die sich unter anderem Brühtemperatur, Preinfusion und Extraktionszeit anpassen lassen. Das Ziel ist klar: möglichst viel Kontrolle über das Ergebnis in der Tasse – und ein „echter” Espresso.
Ob dieses Konzept im Camping-Alltag tatsächlich aufgeht? Im Test wollten wir herausfinden, wie sich die zusätzlichen Einstellmöglichkeiten und der Premium-Ansatz im Workflow bemerkbar machen – und für wen sich der Aufpreis gegenüber den beiden direkten Konkurrenten wirklich lohnt.


IKAPE K2 Pro
239.00 $
Technische Daten
Konzept elektrische tragbare Espressomaschine
Brühdruck bis zu 20 bar (Herstellerangabe)
Gewicht 805 g
Maße 23 x 7,1 cm (L/T x B x H)
max. Wasser-Füllmenge 80 ml
max. Kaffee-Füllmenge 18–20 g
Laden USB-C; empfohlen für Schnellladegeräte ab 30 W mit QC 2.0 oder USB Power Delivery (PD 3.1)
Lieferumfang (Basisversion)
IKAPE K2 Pro Espressomaschine, 58 mm bodenloser Siebträger-Halter, 58 mm Sieb, kalibrierter selbstnivellierender Tamper, magnetischer Dosiertrichter, Puck Screen, WDT Tool, Messlöffel, Reinigungsbürste, abnehmbare Standbasis, Transportbeutel, USB-C-Ladekabel
Erster Eindruck: Design, Material & Haptik
Optisch wirkt die IKAPE K2 Pro zunächst recht unspektakulär und erinnert eher an eine schlanke Thermosflasche als an eine Espressomaschine. Erst beim Anheben fällt auf: Das kompakte Gehäuse bringt mit 805 g ordentlich Gewicht auf die Waage und vermittelt sofort ein hochwertiges Gefühl. Nichts klappert oder wirkt billig – stattdessen hinterlässt die Kombination aus Aluminium und Edelstahl einen sehr wertigen ersten Eindruck.
Noch spannender wird es, sobald die Einzelteile auf dem Campingtisch liegen. Während viele tragbare Espressomaschinen versuchen, den Lieferumfang möglichst klein zu halten, geht IKAPE bewusst den entgegengesetzten Weg: Ein Leveller-Tamper zum gleichzeitigen Nivellieren und Verdichten des Kaffeemehls im Sieb, ein Puck Screen, Verteilwerkzeug und weiteres Barista-Zubehör gehören hier selbstverständlich dazu. Für ein mobiles Gerät ist das ungewöhnlich umfangreich und wirkt anfangs fast etwas überambitioniert. Im weiteren Test zeigt sich jedoch, dass dieses Zubehör kein Marketing-Gimmick ist, sondern zum Gesamtkonzept der Maschine gehört.
IKAPE K2 Pro im Test: Wie funktioniert die Camping-Espressomaschine im Alltag?
Bedienbarkeit, Brüh-Workflow & Kontrolle
Zunächst unterscheidet sich die IKAPE K2 Pro in der Handhabung kaum von anderen elektrischen, tragbaren Espressomaschinen. Nachdem das Kaffeepulver mit dem Tamper im Sieb verdichtet und Wasser in den Tank gefüllt wurde, muss man eigentlich nur noch einen Knopf drücken und warten, bis die Maschine das Wasser erhitzt hat und die Extraktion startet. Wer also einfach nur einen „Espresso ab Werk” will, muss sich weder mit der App beschäftigen noch den beigelegten Puck Screen verwenden – ein feines Metallsieb, das auf das Kaffeemehl gelegt wird, um das Wasser gleichmäßig zu verteilen. Doch wozu würde man sich dann überhaupt die K2 Pro kaufen?
Denn in Sachen Espresso-Anspruch setzt sich die IKAPE K2 Pro am deutlichsten von ihren beiden direkten Konkurrenten ab. Der eigentliche Workflow ist bei dieser tragbaren Espressomaschine ganz nah dran am Siebträger-Feeling zuhause, wo der Kaffee gemahlen, fein säuberlich ins Sieb gefüllt, verteilt und getampt wird. Über die App lassen sich bei der K2 Pro unter anderem Brühtemperatur, Preinfusion und Extraktionszeit anpassen. Das eröffnet deutlich mehr Möglichkeiten, den Brühvorgang auf unterschiedliche Kaffees und Mahlgrade abzustimmen, ohne dass diese Funktionen für die alltägliche Nutzung zur Pflicht werden. Für die Kaffeenerds im Test zeigte sich genau darin die größte Stärke der IKAPE. Sie verbindet den einfachen Workflow einer selbstaufheizenden Camping-Espressomaschine mit Einstellmöglichkeiten, die man in dieser Geräteklasse bislang vergeblich sucht. Das Ergebnis – mit und ohne App – ist ein vollwertiger Espresso, der unserer Office-Siebträgermaschine in nichts nachsteht.



Wie praktisch ist die IKAPE K2 Pro im echten Camping-Alltag?
Im Camping-Alltag sammelt die IKAPE vor allem mit ihrem Aufheiztempo Pluspunkte. Im Test begann die Extraktion des doppelten Espressos schon nach etwas mehr als 2 Minuten. Zum Vergleich: Die Handpresso E-Presso benötigte für dieselbe Wassermenge rund zwei Minuten länger. Wie bei allen elektrischen Maschinen hängen die tatsächlichen Aufheizzeiten allerdings unter anderem von Wassermenge, Ausgangstemperatur und gewählter Brühtemperatur ab, weshalb wir bewusst keine allgemeingültigen Zeiten angeben.


Das Handling unterwegs hängt stark davon ab, wie tief man in den Workflow einsteigen möchte. Für einen schnellen Espresso reicht der einfache Ablauf aus: Kaffeemehl, Wasser, Go! Wer den Kaffee selbst mahlen, sauber tampen, den Puck Screen einsetzen und die App-Parameter anpassen möchte, braucht etwas mehr Ruhe und eine stabile Ablagefläche. Auf dem Campingtisch funktioniert das gut, auf einer wackeligen Parkbank oder direkt am Trailrand wirkt die IKAPE schnell etwas deplatziert.
Beim Transport ist die IKAPE schlank, aber nicht ganz so minimalistisch wie ihre direkten Konkurrenten. Wer ihren Barista-Anspruch nutzen möchte, nimmt neben der Maschine, dem Leveller-Tamper und dem Puck Screen eventuell auch weitere Siebe, eine Handmühle und vielleicht sogar eine Waage mit. Für Vanlife, Roadtrips oder den Campingplatz passt das gut und spielt Home-Baristas auf Reisen perfekt zu. Wer dagegen möglichst leicht und reduziert unterwegs sein will, findet mit der OutIn Nano oder der Handpresso E-Presso die unkomplizierteren Begleiter.
Die Reinigung bleibt überschaubar. Siebkorb und Puck Screen wollen nach dem Bezug ausgespült werden, gerade wenn mehrere Espressi nacheinander geplant sind. Dafür sind alle Teile gut erreichbar und schnell gereinigt.
Für wen ist die IKAPE K2 Pro geeignet?
Wer einfach nur guten Espresso auf Knopfdruck trinken möchte, wird viele Funktionen der IKAPE vermutlich kaum ausschöpfen. Für diesen Einsatzzweck gibt es im Testfeld unkompliziertere Lösungen, die weniger Zubehör mitbringen und schneller erklärt sind. Die IKAPE richtet sich klar an Home-Baristas, die sich auch beim Camping mit Mahlgrad, Preinfusion und Brühtemperatur beschäftigen wollen – oder zumindest die Möglichkeit dazu schätzen. Weil sie mit ihrem großen Sieb gleich zwei Single Shots zubereiten kann und schnell aufheizt, kann die IKAPE K2 Pro auch zwei Kaffeenerds auf Campingtour versorgen. Für größere Gruppen ist sie eher nichts, es sei denn, man möchte das ganze Prozedere mehrfach wiederholen. Das trifft allerdings auf die meisten Camping-Kaffeemaschinen zu – mit großen Portionen kann im Testfeld nur die Bialetti glänzen.
Hält die IKAPE K2 Pro im Test, was sie verspricht?
Ja – zumindest für alle, die ihr Barista-Versprechen auch nutzen wollen. Die IKAPE K2 Pro bringt mit 58-mm-Siebkorb, hochwertigem Zubehör, schneller Aufheizzeit und App-Steuerung tatsächlich deutlich mehr Siebträger-Logik ins mobile Format als ihre direkten Konkurrentinnen. Das macht sie nicht zur unkompliziertesten Camping-Espressomaschine im Test, aber zur konsequentesten elektrischen Lösung für alle, die unterwegs mehr Kontrolle über ihren Espresso wollen.

Fazit
Die IKAPE K2 PRO ist nicht die unkomplizierteste Akku-Camping-Espressomaschine im Test, aber die mit dem größten Barista-Anspruch. Ihr Mehrwert liegt in schnellem Aufheizen, hochwertigen Materialien, großzügigem Barista-Zubehör und vielen individuellen Einstellmöglichkeiten, die zu einem ausgezeichneten Espresso führen. Dazu passt sie in nahezu jedes Reisegepäck. Der Aufpreis von rund 50 € gegenüber den anderen elektrischen Modellen ist mehr als gerechtfertigt – vorausgesetzt, man will die Kontroll-Parameter auch nutzen.
Tops
- schnellste Aufheizzeit unter den selbstaufheizenden Espressomaschinen im Test
- Barista-Workflow mit 58-mm-Siebkorb und großzügigem Zubehör
- viele Einstellmöglichkeiten über die verständliche App
- hochwertige Haptik und schlankes, wertiges Design
Flops
- viele Funktionen nur für ambitionierte Espresso-Fans relevant
Mehr Infos gibt’s bei IKAPE.
Dieser Artikel ist Teil unseres Coffee Specials, in dem wir euch alle getesteten Produkte, spannende Erkenntnisse und wertvolle Einblicke rund um das Thema Kaffee präsentieren. Neugierig? Dann schaut rein!
Euer Fokus liegt auf tragbaren Espressomaschinen? Wir hatten auch schon die Wacaco Picopresso im Test.
Das Testfeld beim Camping-Kaffeemaschinen-Test
Alle Camping-Kaffeemaschinen im Test: AeroPress Go Plus | Bialetti Moka Express | Ciarra BloomBox | Flair 2GO | Handpresso E-Presso | IKAPE K2 Pro | 9Barista Stovetop Espresso Machine Mk.2 | OutIn Nano
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Words: Felicia Nastal Photos: Tim Eckermann
Wer schreibt hier?
Felicia Nastal
Communication Specialist
Felicia Nastal verbindet bei 41 Publishing akademisches Textverständnis mit Begeisterung für technische Lifestyleprodukte. Als staatsexaminierte Germanistin mit über zehn Jahren Erfahrung im Lehramt verantwortet sie für das DOWNTOWN Magazin fundierte Einzel- und Vergleichstests. Dabei macht sie komplexe Features verständlich und zeigt den praktischen Mehrwert auf – insbesondere in den Bereichen Espressokultur, technisches Camping und Lifestyle-Produkte. Neben ihrer redaktionellen Arbeit übernimmt sie bei 41 Publishing zentrale Aufgaben in der SEO- und GEO-Optimierung sowie in der Herstellerkommunikation.
