Dieser Testbericht ist Teil unseres Vergleichstests der besten Camping-Kaffeemaschinen, in dem wir 8 unterschiedliche Konzepte – vom klassischen Herdkännchen bis zur elektrischen Mini-Siebträgermaschine – gegeneinander antreten lassen. Hier geht’s zur Kaufberatung und zum Überblick über alle Camping-Kaffeemaschinen im Test.
Inhaltsverzeichnis
- Erster Eindruck: Design, Material & Haptik
- AeroPress Go Plus im Test: Wie funktioniert die Camping-Kaffeemaschine im Alltag?
- Hält die Camping-Espressomaschine im Test, was sie verspricht?
- Fazit
- Tops & Flops
- Das Testfeld beim Camping-Kaffeemaschinen-Test
Seit ihrer Vorstellung im Jahr 2005 hat sich die AeroPress zu einer der beliebtesten Reisekaffeemaschinen überhaupt entwickelt. Statt auf den hohen Druck einer Espressomaschine setzt sie auf ein eigenes Brühprinzip aus Immersion und leichtem Pressdruck. Mit der Go Plus richtet sich AeroPress nun gezielt an Fans von Camping, Vanlife und Reisen jeglicher Art. Der wichtigste Unterschied zur klassischen AeroPress: der doppelwandige Edelstahlbecher, in dem zuerst der Kaffee und danach das komplette System verschwindet, da er gleichzeitig als Transportbox dient. Das Versprechen: hervorragender Kaffee, minimaler Platzbedarf und ein Workflow, der unterwegs genauso unkompliziert funktionieren soll wie bei der French Press zuhause.

Bleibt die entscheidende Frage: Rechtfertigt die AeroPress Go Plus ihren Preis von 99,90 € auch im Camping-Alltag? Wir haben die Reise-Kaffeemaschine unterwegs getestet.
AeroPress Go Plus Portable Coffee Maker
€ 99,90
Technische Daten
Konzept Druckkaffeebereiter
Brühdruck 0,3–0,7 bar
Gewicht 230 g
Maße 17 x 10 cm
max. Wasser-Füllmenge knapp 300 ml
max. Kaffee-Füllmenge ca. 20 g
Lieferumfang
AeroPress Go Plus
Doppelwandiger Edelstahlbecher mit Trinkdeckel
Papierfilter
Filterhalter
Rührstab
Dosierlöffel
Erster Eindruck: Design, Material & Haptik
Die AeroPress Go Plus verfolgt einen völlig anderen Ansatz als klassische Camping-Espressomaschinen. Statt Metall, Hebeln oder Druckanzeigen dominiert funktionales Design. Alles wirkt durchdacht, leicht und erstaunlich hochwertig. Besonders gefällt das clevere Reisesystem: Sämtliche Zubehörteile verschwinden im isolierten Edelstahlbecher, sodass unterwegs nichts lose herumfliegt. Der Thermobecher liegt dank seiner rau-matten Oberfläche angenehm in der Hand und macht insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Deckel verschließt den Becher auf den ersten Blick zwar sauber, ist aber nicht vollständig auslaufsicher.

AeroPress Go Plus im Test: Wie funktioniert die Camping-Kaffeemaschine im Alltag?
Bedienbarkeit, Brüh-Workflow & Kontrolle bei der AeroPress Go Plus im Test
Die AeroPress gehört zu den unkompliziertesten Maschinen im gesamten Testfeld. Nach einem kurzen Blick in die bebilderte Anleitung gelingt die erste Tasse praktisch sofort. Wasser erhitzen, Filterpapier einlegen, Kaffee einfüllen, aufgießen, kurz ziehen lassen und anschließend langsam herunterdrücken – nach rund einer Minute fließt bereits der fertige Kaffee in den Becher. Tipp: Nach dem Einfüllen des heißen Wassers muss man darauf achten, den Press-Einsatz unverzüglich auf das Gehäuse zu setzen, damit sich ein Vakuum bilden kann. Andernfalls läuft das Wasser einfach durch.



Das Brühprinzip der AeroPress kombiniert zwei Verfahren: Zunächst zieht der Kaffee wie bei einer French Press vollständig im Wasser, anschließend wird er mit leichtem Luftdruck durch einen Papierfilter gepresst. Dadurch entsteht ein sehr sauberer, aromatischer Kaffee mit viel Körper und vergleichsweise wenig Bitterstoffen. Einen klassischen Espresso ersetzt das allerdings nicht. Der erzeugte Druck reicht dafür konstruktionsbedingt nicht aus. Trotz der einfachen Bedienung bietet die AeroPress überraschend viel Spielraum. Mahlgrad, Kaffeemenge, Wassertemperatur und Ziehzeit lassen sich individuell variieren – alle Faktoren beeinflussen Geschmack und Intensität deutlich. Wer möchte, kann sich tief in verschiedene Brührezepte einarbeiten. Gleichzeitig funktioniert die AeroPress aber auch problemlos ohne großes Vorwissen. Genau diese Kombination aus einfacher Bedienung und hoher Flexibilität macht ihren besonderen Reiz aus.
Wie praktisch ist die AeroPress Go Plus im Test im echten Camping-Alltag
Im Camping-Alltag sammelt die AeroPress Go Plus schnell Pluspunkte. Das komplette System verschwindet im isolierten Edelstahlbecher und benötigt dadurch kaum Platz im Gepäck. Gleichzeitig hält der Becher den Kaffee angenehm warm – ideal für gemütliche Morgen am Campingplatz. Allerdings ist der Becher nicht auslaufsicher, hier wäre noch Verbesserungspotenzial.
Auch die Reinigung gelingt nahezu vorbildlich. Nach dem Brühen wird der Kaffeepuck einfach ausgeworfen, anschließend reichen meist wenige Sekunden unter fließendem Wasser. Durch die geringe Anzahl an Bauteilen ist die AeroPress deutlich pflegeleichter als viele andere Maschinen im Test. Lediglich heißes Wasser muss man separat bereitstellen. Ohne Kocher, Wasserkocher oder Thermosflasche funktioniert auch die AeroPress nicht.

Für wen ist die AeroPress Go Plus geeignet?
Die AeroPress Go Plus richtet sich an alle, die unterwegs hervorragenden French-Press-Kaffee genießen möchten, ohne sich intensiv mit Kaffee-Technik zu beschäftigen. Sie verbindet eine sehr einfache Bedienung mit erstaunlich vielen Möglichkeiten, das Brühergebnis an den eigenen Geschmack anzupassen. Wer hingegen unbedingt echten Espresso mit Crema erwartet oder Freude daran hat, Druck und Extraktion exakt zu kontrollieren, wird mit einer Hebelmaschine wie der Flair 2GO oder einer portablen Espressomaschine glücklicher.
AeroPress Go Plus ist der Nachfolger der Go von 2019: Das neue Modell kam rund fünf Jahre später – im Sommer 2024 – auf den Markt. Es bietet mehr Brühvolumen und wird direkt in einem integrierten Thermo-Edelstahlbecher transportiert. Wer ultraleicht mit dem Rucksack unterwegs ist und dafür jedes Gramm zählt, nimmt besser das Vorgängermodell. Wer ohnehin einen guten Thermobecher für unterwegs sucht und im Camper oder Hotel etwas mehr Brühvolumen will, bekommt mit der Go Plus das komfortablere Komplettpaket.
Hält die Camping-Espressomaschine im Test, was sie verspricht?
Absolut. Die AeroPress Go Plus verbindet cleveres Reisedesign mit durchdachter Alltagstauglichkeit und liefert konstant sehr guten Kaffee. Besonders die durchdachte Transportlösung und die einfache Reinigung machen sie zu einer der praktischsten Maschinen im gesamten Testfeld. Wer statt Mokka oder Espresso lieber Kaffee trinkt, bekommt genau das, was der Hersteller verspricht.
Fazit
Die AeroPress Go Plus beweist, dass guter Outdoor-Kaffee weder kompliziert noch schwer sein muss. Das clevere All-in-One-Konzept, die einfache Bedienung und die hohe Kaffeequalität machen sie zu einem der durchdachtesten Camping-Kaffeemaschinen im Test. Wer auf Crema verzichten kann und stattdessen aromatischen Kaffee mit minimalem Aufwand genießen möchte, wird kaum eine bessere Lösung für Camping, Vanlife und Roadtrips finden.
Tops & Flops
Tops
- cleveres All-in-One-Reisesystem mit isoliertem Edelstahlbecher
- einfache Bedienung
- viele Möglichkeiten zur Geschmacksanpassung
- schneller Brühvorgang und unkomplizierte Reinigung
Flops
- Trinkdeckel des Thermobechers nicht vollständig auslaufsicher
Mehr Infos gibt’s bei AeroPress.
Dieser Artikel ist Teil unseres Coffee Specials, in dem wir euch alle getesteten Produkte, spannende Erkenntnisse und wertvolle Einblicke rund um das Thema Kaffee präsentieren. Neugierig? Dann schaut rein!
Euer Fokus liegt auf tragbaren Espressomaschinen? Wir hatten auch schon die Wacaco Picopresso im Test.
Das Testfeld beim Camping-Kaffeemaschinen-Test
Alle Camping-Kaffeemaschinen im Test: AeroPress Go Plus | Bialetti Moka Express | Ciarra BloomBox | Flair 2GO | Handpresso E-Presso | IKAPE K2 Pro | 9Barista Stovetop Espresso Machine Mk.2 | OutIn Nano
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Words: Susanne Feddersen Photos: Tim Eckermann
Wer schreibt hier?
Susanne Feddersen
Anzeigenmanagement, Teamassistenz
Susanne Feddersen verantwortet bei 41 Publishing die operative Projektleitung und Marketing-Koordination. Ihr methodisches Fundament bilden Stationen als Leiterin der Stuttgarter Texterschule sowie als Produktmanagerin bei Ferrero. Diese Expertise fließt sowohl in ihre Arbeit an strategischen Kampagnen als auch in die verständliche Aufbereitung komplexer Inhalte ein. Zudem wirkt sie maßgeblich an Vergleichstests für das DOWNTOWN Magazin mit und bringt ihre analytische Kompetenz besonders in die Bewertung urbaner Mobilitäts- und Outdoorkonzepte ein. Ihr Fokus liegt auf der Verbindung technischer Analyse mit klarer, zielgruppengerechter Kommunikation.
