Italienische Leichtigkeit trifft auf null Promille – perfekt für alle, die feiern wollen, ohne am nächsten Tag die Quittung zu kassieren. Was ist der beste alkoholfreie Aperol? In Südtirol haben wir getestet, wie nah alkoholfreie Aperol-Alternativen dem Original kommen – und ob sie nicht nur leichter im Kopf, sondern auch gesünder sind. Bringt null Prozent trotzdem volles Dolce Vita Feeling?

Dieser Artikel ist Teil unseres Alkfrei-Specials, in dem wir euch spannende Erkenntnisse und authentische Kaufberatung rund um das Thema alkoholfreie Getränke präsentieren. Neugierig auf den besten alkoholfreien Sekt? Oder den besten alkoholfreien Weißwein? Dann schaut einfach mal rein!

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Inhaltsverzeichnis

Wenn draußen der Herbstnebel über die Dächer zieht und die Flip-Flops längst im Schrank verschwunden sind, holen wir uns den Sommer mit einem Aperol Spritz einfach zurück. Denn was wäre das Leben ohne leuchtendes Orange im Glas? Ohne den Geschmack nach Urlaub am Gardasee, nach lauen Abenden auf der Piazza, nach Lachen, das im Glas perlt, während die Sonne am Horizont versinkt?
Aperol ohne Alkohol – geht das überhaupt? In der Viertel Bar im Badhaus in Brixen haben wir Orangenscheiben auf Eis gelegt, gemixt und probiert, was die alkoholfreie Aperol-Welt zu bieten hat. 6 Drinks, 6 Versuche, den Zauber des Sommers einzufangen – ganz ohne Promille. Zwischen Bitterkeit und Süße, klirrenden Eiswürfeln und warmen Orange-Tönen wollten wir wissen: Lässt sich das „La Dolce Vita“-Gefühl wirklich nachbauen, wenn der Alkohol fehlt? Und was ist der beste alkoholfreie Aperol?

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Die Kulisse: Brixens Altstadt, die Terrasse der Viertel Bar im Innenhof, Barkeeper Paul hinterm Tresen. Die letzten Sonnenstrahlen, das Klirren der Gläser – und mittendrin die Frage: Ist das hier nur ein hübsches Imitat oder wirklich Sommer in flüssiger Form?

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Versteckt in der Altstadt, die Viertel Bar …
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… im Boutique Hotel Badhaus, das 2026 den German Design Award gewonnen hat

Was ist in Aperol eigentlich drin?

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Alle kennen es, aber kaum jemand weiß eigentlich, was er da im Glas hat. Aperol – das leuchtend tieforange Original – wurde 1919 in Padua erfunden. Die genaue Rezeptur ist streng geheim, auch was die Verwendung künstlicher Aromen betrifft. Doch die Basics sind bekannt: Bitterorange, Süßorange, Rhabarber, Enzian, Chinarinde, Kräuter, Zucker – und natürlich Alkohol. Der gibt dem Likör Tiefe und Struktur – er trägt die Aromen, macht sie rund und verleiht diesem ikonischen Drink seine Einzigartigkeit.

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Warum selbst der beste alkoholfreie Aperol es schwer hat

Aperol ohne Alkohol klingt einfach, ist aber eine Kunst für sich. Ohne Alkohol fehlen dem Drink die aromatische Tiefe und das typische Nachglühen am Gaumen. Viele Hersteller versuchen, das durch mehr Süße oder pflanzliche Bitterstoffe auszugleichen – mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Mancher Aperol ohne Alkohol schafft es, das italienische Lebensgefühl erstaunlich authentisch einzufangen, andere bleiben auf halbem Weg zwischen Limonade und Lifestyle liegen.

Auch unser Barkeeper Paul aus dem Badhaus war skeptisch, als Profi vertritt er die Meinung:

Lieber keine Imitation, sondern besser etwas Neues kreieren!

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Taste Test: Wie schmeckt Aperol ohne Sekt und Spritz?

Bester alkoholfreier Aperol: Wie haben wir getestet?

Einen Likör zu testen, der Bestandteil eines Mixgetränkes ist, ist natürlich etwas tricky, denn die übrigen Bestandteile können das Ergebnis verfälschen. Als Basis haben wir uns an das Originalrezept des Aperol Spritz gehalten, wie es vom Hersteller, der Campari Group, angegeben wird.

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Welche Farbe kommt dem Original nahe?
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Und schmeckt es dann auch?

Die alkoholfreie Variante ist entsprechend nach dem 3 -2-1- Rezept aufgebaut, allerdings haben wir alkoholfreien Sekt genommen, unseren Testsieger von Thomson & Scott in unserem großen alkoholfreien Sparkling-Test. Damit die Mischung nicht zu sehr den Geschmack verfälscht, haben wir den alkoholfreien Aperol zunächst kalt mit etwas Eis verkostet, danach mit Mineralwasser gemischt und anschließend als fertigen Drink getestet.

Zutaten

  • 3 Teile Prosecco
  • 2 Teile Aperol
  • 1 Spritzer (Teil) Sodawasser
  • Eiswürfel
  • 1 Orangenscheibe

Zubereitung

  • Ein Weinglas großzügig mit Eis füllen.
  • Zuerst den Prosecco, dann den Aperol eingießen (so bleibt die Farbe klar und der Aperol mischt sich sanft).
  • Einen Schuss Sodawasser hinzufügen.
  • Ganz leicht umrühren – nicht zu viel, damit die Kohlensäure bleibt.
  • Mit einer Orangenscheibe garnieren – fertig!

 

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Vergleichstest bester alkoholfreier Aperol – Unser Testfeld

Für unseren großen Vergleichstest haben wir 6 alkoholfreie Aperitifs ins Glas geholt – von etablierten Marken bis zu jungen Start-ups. Dabei sind bekanntere Hersteller wie Lyre’s und UNDONE, Design-Newcomer wie POLLY und freikopf, der bayerische Bio-Aperitif Mondino Senza und die belgische Premium-Marke NONA.

Die Auswahl deckt das ganze Spektrum ab: von traditionell bitter bis fruchtig-herb, mit Preisen von rund 15 € bis 30 € pro Flasche. So entstand ein spannendes Testfeld zwischen Design-Statement und Handwerk, Bitterorange und Enzian, Limonade und Lifestyle – mit Überraschungen, Ausreißern und einem klaren Beweis: Dolce Vita geht auch ohne Alkohol. Man muss nur etwas tiefer in die Tasche greifen.

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Alkoholfreier Aperol: Preise und Inhaltsstoffe im Überblick

Hersteller Produkt Preis pro Flasche Preis pro 1l Inhaltsstoffe Zuckeranteil g/100 ml
Brennerei Schnitzer Mondino Aperitivo Senza Alkoholfrei 14,90 €/ 625 ml 23,84 € Wasser, Zucker*, Fruchtsäfte aus Fruchtsaftkonzentraten*, Kräuter-, Gewürz- und Fruchtauszüge* * aus kontrolliert biologischem Anbau 14,5
freikopf sunpéro 24,99 €/ 500 ml 49,98 € Wasser, Invertzuckersirup, natürliches Aroma, Säuerungsmittel: E338, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat, Farbstoff: Cochenillerot A (E 122), Tartrazin 17,43
Lyre’s Italian Spritz 28,75 €/ 700 ml 41,07 € Wasser, Zucker, natürliches Aroma, Säuerungsmittel: Phosphorsäure, Konservierungsstoffe: Kaliumsorbat, Natriumbenzoat, E242; Farbstoffe: Gelborange S, Azorubin 20
NONA Spritz 29,90 €/ 700 ml 42,71 € Wasser, Pflanzenextrakte und Destillate, Zucker, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Farbstoffe: E129+E102, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat 8
POLLY Italian Aperitif 14,90 €/ 500 ml 29,80 € Wasser, Invertzuckersirup, natürliches Aroma, Kräuterextrakt, Bitterorangenschalendestillat; Aroma: Chinin, Orangenöl, Mandarinenöl; Säuerungsmittel: Citronensäure, färbendes Lebensmittel (Konzentrat aus Süßkartoffel, Karotte), Konservierungsstoff: Kaliumsorbat 15
UNDONE No. 5 Bittersweet Aperitif – This Is Not Italian Apero 29,99 €/ 700 ml 42,84 € Wasser, Invertzuckersirup, natürliche Aromen, Säuerungsmittel: Citronensäure, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat, Aroma: Chinin, Farbstoffe: Gelborange S (E110) und Cochenillerot A (E124) 15
Zum Vergleich das Original: Aperol Aperitivo 13,49 €/ 700 ml (UVP) 19,27 € Zucker, Alkohol, Pflanzenauszüge, natürliche Aromen, Aromen, Chinin, Natriumchlorid, Farbstoffe: Gelborange S. (E110), Cochenillerot A (E124) 26
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Alkoholfreier Aperol im Test – 6 Erkenntnisse

1. Flaschendesign: Von classy bis crazy
Schon beim ersten Blick auf die Flaschen wird klar: Die Welt der alkoholfreien Aperitifs ist bunt – und vielfältig: Von minimalistischen Glasflaschen mit edlem Schriftzug bis hin zu farbenfrohen, fast schon wilden Etiketten ist alles dabei. Manche Designs schreien „Italienische Sonne!“, andere wirken eher zurückhaltend. Spannend, wie sehr das Auge hier mittrinkt – und wie stark Marken versuchen, über Stil Identität zu schaffen.

2. Getränkefarbe: Zwischen Aperol-Orange und Herbstlaub
Auch farblich ist das Spektrum groß: Von knalligem Orange, das dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht, bis hin zu goldbraunen oder leicht trüben Tönen wie beim Mondino. Und das ist gar nicht schlimm – im Gegenteil! Manchmal steckt hinter dem untypischen Farbton eines alkoholfreien Aperols ein überraschend feiner Geschmack. Authentisch ist nicht immer gleich besser – Hauptsache, das Ergebnis macht Lust auf Sommer.

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3. Mut zur Eigenständigkeit: Warum selbstbewusste Alternativen oft besser sind
Mancher alkoholfreie Aperol versucht gar nicht erst, das Original eins zu eins zu kopieren. Sie interpretieren das Thema neu – mit mehr Kräuterfrische, weniger Zucker oder ganz eigenen Aromen. Wie bei der Farbe gilt auch hier: Diese selbstbewussten Varianten überzeugen oft mehr als fade Kopien, die nur „so tun, als ob“. Wer eine klare Linie fährt, landet geschmacklich oft näher am echten Dolce Vita-Feeling.

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4. Preisfrage: Warum so teuer?
Ein Punkt, der überrascht: Viele alkoholfreie Alternativen kosten deutlich mehr als das Original mit Alkohol. Der freikopf sunpéro setzt – umgerechnet auf den Liter – 49,98 € an. Da kostet der Original Aperol Aperitivo mit einer UVP von 19,27 € /l nur ein Drittel. Warum? Weil die Produktion komplexer ist, hochwertige natürliche Zutaten verwendet werden und der Alkohol – als günstiger Geschmacksträger – fehlt? Zugegeben, um denselben Tiefgang zu erreichen, braucht es teurere Extrakte, Kräuter und Aromen. Aber der dreifache Preis ist schon krass viel.

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Aperol ohne Alkohol? Ganz neue Erkenntnisse für Barkeeper Paul

5. Kräuter oder Chemie: Zwischen Natur und Nachbau
Beim Blick auf die Zutatenliste zeigen sich himmelweite Unterschiede. Manche Marken, wie NONA, setzen auf bis zu 30 echte Botanicals, natürliche Kräuterextrakte und verzichten komplett auf künstliche Zusätze. Andere hingegen greifen zu Aromamischungen aus dem Labor – was man leider oft auch schmeckt. Ob frische Bitterorange oder synthetischer Zitrusduft – es lohnt sich, die Zutatenliste im Blick zu behalten. Gerade wer alkoholfrei trinkt, möchte oft auch keinen Chemie-Cocktail.

6. Balance zwischen Süße und Bitterkeit: Die Königsklasse des Aperitifs
Der perfekte Aperol lebt von Balance – nicht zu süß, nicht zu bitter. Viele alkoholfreie Varianten kippen hier in eine Richtung: Entweder zu viel Zucker (damit es „rund“ schmeckt), oder zu herb (um authentisch zu wirken). Die besten alkoholfreien Aperols schaffen beides: eine frische Zitrusnote, spürbare Bitterkeit und ein harmonisches Finish. Genau das unterscheidet den Wow-Moment vom Naja.

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Alkoholfreier Aperol? Art Director Julian musste erst noch überzeugt werden!

Null Umdrehungen, volle Auswahl – Wo ihr guten Aperol ohne Alkohol findet

Von liebloser Supermarkt-Ästhetik bis hip reduziertem Designshop – mit steigender Nachfrage poppen immer mehr Plattformen auf, die entalkoholisierte Getränke anbieten. Aus der großen Masse haben wir euch drei der angesagtesten, top kuratierten Shops und Marktplätze ausgesucht. Lasst euch inspirieren!

Sober ist das neue Sexy? Dann ab zu SOBERCIETY

Wer keinen Bock auf Kater und Kontrollverlust hat, findet bei SOBERCIETY eine Auswahl an Drinks, die zeigen, dass Genuss auch ohne Umdrehungen funktioniert. Das Leitmotiv von SOBERCIETY lautet „Taste Beyond Alcohol“. Die Marke möchte keine bloßen Ersatzprodukte für alkoholische Getränke anbieten, sondern eigenständige, geschmacksintensive Alternativen. Ob Sekt, Wein, Aperitifs – das Berliner Team wählt die Getränke zusammen mit renommierten Barkeepern aus. Hier kommt ihr direkt zu den alkoholfreien Aperitifs.

Nix mit Verzicht – World of NIX liefert

Gegründet 2021 von Frederike de Groot und Wim Boekema, war World of NIX das erste alkoholfreie Spirituosengeschäft Europas mit eigenem Store und Online-Shop. Die Idee dahinter? Menschen inspirieren, weniger Alkohol zu trinken – ohne dabei auf Genuss oder Stil zu verzichten. Statt austauschbarer Alternativen gibt’s hier handverlesene Highlights: entalkoholisierte Weine, Sparkling Tea, Kombucha oder Ingweressenzen – alles mit Anspruch und Charakter. Wer denkt, alkoholfrei sei langweilig, war noch nicht in der World of NIX. Hier findet ihr die Auswahl an alkoholfreien Aperitifs.

Nicht von der Stange: Honest & Rare

Von alkoholfreiem Craft Bier bis Small-Batch-Sekt – Honest & Rare bringt handwerklich gemachte Getränke und rare Lebensmittel aus kleinen Manufakturen auf einen gemeinsamen Marktplatz. Gegründet 2019 in Berlin von Yascha Roshani und Alex, versteht sich das Projekt als Gegenbewegung zum Supermarkt-Einerlei. Ob alkoholfreier Gin, Craft Bier oder fermentierte Limos – die Auswahl an alkoholfreien Weinen, Spirituosen und Bieren ist überraschend groß. Hier kommt ihr zu den alkoholfreien Aperitifs.

Welcher ist der beste alkoholfreie Aperol? – Testsieger und Kauftipp

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Hand aufs Herz: Niemand fragt beim Bestellen eines Aperol Spritz, wie gesund oder natürlich er eigentlich ist – Hauptsache, er leuchtet orange, schmeckt nach Sonne und Sommer. Doch wer sich bewusst für eine alkoholfreie Alternative entscheidet, schaut gern etwas genauer hin. Das Original enthält neben Alkohol auch Chinin, Farbstoffe und satte 26 Gramm Zucker pro 100 Milliliter – kein Leichtgewicht also.

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In unserem Testfeld zeigten sich große Unterschiede: Manche Marken setzen weiter auf Farbstoffe und Aromamischungen, andere beweisen, dass es auch mit echten Pflanzenextrakten, natürlichen Aromen und weniger Zucker geht. Gerade wer alkoholfrei trinkt, sucht meist mehr als nur Ersatz – nämlich Drinks, die bewusst, natürlicher und vielleicht sogar gesünder sind. Vor allem zwei Aperitif-Alternativen stechen hervor – geschmacklich wie konzeptionell. Sie zeigen, dass alkoholfrei nicht nur nach Sommer schmecken, sondern auch richtig gut aussehen und sich besser anfühlen kann. Hier kommen unser Testsieger und der Kauftipp.

Der beste alkoholfreie Aperol im Test: Nona Spritz

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NONA – Belgische Experimentierfreude in Flüssig

Hinter NONA steht die Belgierin Charlotte Matthys, Bioingenieurin und Gründerin mit einer klaren Mission: Genuss ohne Kompromisse. Die Idee entstand aus Frust über zu süße alkoholfreie Drinks – also begann die Kräuterliebhaberin selbst zu experimentieren. Ihr Ergebnis: eine – wenn auch noch kleine – Serie hochwertiger, natürlicher Aperitifs, entwickelt zusammen mit Sterneköchen und Barkeepern. NONA verzichtet auf zugesetzte künstliche Aromen und setzt auf eine Rezeptur mit Extrakten und Destillaten, die direkt aus Pflanzen gewonnen werden. Der Name NONA soll inspiriert sein vom griechischen Wort für „neun“ und auf die neun Zutaten ihres ersten Produkts verweisen, eines alkoholfreien Gins.

Spritz – 29 Botanicals für ein Halleluja

  • Preis: 29,90 €
  • Flaschendesign: klassisch, hochwertig, unaufgeregt
  • Farbe: etwas röter als das Original, erinnert an Campari
  • Geruch: fruchtig, zitrusbetont, Bitternoten, mit „Almdudler“-Vibes im besten Sinne
  • Geschmack: angenehm bitter, ausgewogen, Blutorange, Kräuter und Beeren; erfrischend und komplett
  • Zutaten: Quellwasser, Pflanzenextrakte und Destillate, Zucker, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Farbstoffe: E102 Tartrazine, E129 Allura Red, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat
  • Zuckergehalt: 8 g/100 ml

Der NONA Spritz ist kein lauter „Look at me!“-Drink, sondern einer, der mit Substanz überzeugt. Die Flasche im minimalistischen Design wirkt clean, elegant und hochwertig. In der Nase treffen Zitrus, Blutorange und Kräuter auf dezente Bitternoten, am Gaumen zeigt sich sofort, warum dieser Drink den Testsieg holt: Feine Frucht und leichte Süße harmonieren mit einer balancierten Bitterkeit, die neben den Aperol-typischen Zutaten Enzian und Bitterorange auch durch die Zugabe von Cassia-Zimt entsteht. Auf Chinin verzichtet der Spritz genauso wie auf künstliche Aromen und ein Übermaß an Zucker. Mit einem Zuckeranteil von nur 8 g pro 100 ml ist der NONA Spritz deutlich weniger süß als die meisten Alternativen und damit keine klebrige Angelegenheit, sondern ein erwachsenes, erfrischendes Getränk mit natürlicher Tiefe. Ein Drink, der bei geschmacklicher Nähe zum Original zeigt, dass alkoholfrei auch gesünder, natürlicher und einfach richtig gut sein kann.

Kauftipp: Mondino Aperitivo SENZA

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Brennerei Schnitzer GmbH – Vom Obstbrand zum Aperitif

Hinter Mondino steht die Brennerei Schnitzer aus dem oberbayerischen Chiemgau – eine Familiengeschichte mit italienischem Twist. Schon in den 1960er-Jahren brachte der Großvater ein Amaro-Rezept aus seiner Lehrzeit in Italien mit nach Hause. Heute führt die Enkelgeneration das Erbe fort: konsequent bio-zertifiziert und mit Fokus auf natürliche, regionale Zutaten. Statt Industriearoma und Zuckerschock setzt Schnitzer auch beim Mondino Aperitivo Senza auf Handwerk und echte Botanicals – und will beweisen, dass „Alkoholfrei“ auch charakterstark sein kann.

Mondino Aperitivo Senza Alkoholfrei – Bayerns Antwort auf Bella Italia

  • Preis: 14,90 €/625 ml
  • Flaschendesign: klassisch hohe Flasche, elegantes Etikett; weniger Party, mehr Stil
  • Farbe: dunkel, erdig-braun – eher Amaro als Aperol
  • Geruch: Cassis, Kräuter, süß-bitter, angenehm natürlich
  • Geschmack: bitter, leicht beerig, natürlich, ausgewogen – nicht zu süß
  • Zutaten: Wasser, Zucker*, Fruchtsäfte aus Fruchtsaftkonzentraten*, Kräuter-, Gewürz- und Fruchtauszüge* * aus kontrolliert biologischem Anbau
  • Zuckergehalt: 16,5 g/100 ml

Mondino Senza ist der Gentleman unter den Aperol-Alternativen – elegant, ruhig und charmant bitter. Schon die Nase nimmt Cassis und Kräuter wahr, ein Duft, der natürlich und rund wirkt, ohne die künstliche Schärfe vieler Konkurrenten. Die dunkle, erdige Farbe signalisiert sofort: Hier will keiner Aperol nur kopieren, sondern weiterentwickeln. Am Gaumen wird das bestätigt – bitter, leicht beerig, angenehm herb und mit feiner Süße ausbalanciert. Der moderate Zuckergehalt von 16 g pro 100 ml sorgt für Tiefe statt Klebrigkeit, das Profil bleibt trocken und erwachsen. Im Spritz zeigt sich Mondino Senza von seiner besten Seite: komplex, frisch, mit Charakter – weniger „Laute Bar auf Capri“, mehr „Aperitivo bei Sonnenuntergang im Chiemgau“. Kein Ersatz, sondern eine eigenständige, alkoholfreie Alternative für alle, die es natürlich und stilvoll mögen – und dabei nicht einmal tief in die Tasche greifen müssen. Mit 14,90 € für die 625-ml-Flasche gibt es den Bio-Aperitif zu einem ähnlichen Preis wie den Original Aperol. Unser Kauftipp.

Weitere alkoholfreie Aperols im Test

freikopf – knallig, frech und alkoholfrei

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freikopf ist eine junge Marke aus Nordrhein-Westfalen, die zeigt, dass alkoholfrei mehr sein kann als Verzicht. Regional produziert, CO₂-neutral verschickt und auf Basis natürlicher alkoholischer Destillate hergestellt, setzt das Label bei seinen Alternativen zu Gin, Rum, Aperitifs und Bitterspirituosen auf ehrlichen Geschmack im knallig-auffälligen Gewand. Der Anspruch: alkoholfreie Drinks, die genauso Spaß machen wie ihre alkoholischen Pendants. Oder wie freikopf es sagt: „drink like there’s a tomorrow“ – feiern, genießen und mit leichtem Kopf am nächsten Morgen aufwachen.

sunpéro – Alarmstufe Orange ohne Promille

  • Preis: 19,99 €/500 ml
  • Flaschendesign: moderne Retro-Flasche im Piz-Buin-Look der 80er
  • Farbe: knalliges Orange – fast wie klassischer Aperol
  • Geruch: zurückhaltend mit Bitterorange, Zitrone und Kräutern
  • Geschmack: kräftige Bitterkeit, Zitrusakzente – pur recht nah am Original, im Mix jedoch etwas wässrig
  • Zutaten: Wasser, Invertzuckersirup, natürliches Aroma, Säuerungsmittel: E338, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat, Farbstoff: Cochenillerot A, Tartrazin
  • Zuckergehalt: 17,43 g/100 ml

Schon die knallorange Flasche sieht aus, als käme sie direkt aus einem Retro-Werbespot der 80er: modern und trotzdem nostalgisch, irgendwie zwischen Designobjekt und Sonnencreme. Der sunpéro schreit förmlich Sommer, Sonne, Spritzzeit. In der Nase ist er zurückhaltend: ein schwacher Duft nach Citrus mit Kräuteranklang, aber wenig Tiefe. Der Trinkgenuss ist gemischt: Kräftige Bitterkeit, frische Zitrusnoten, und pur auf Eis überraschend nah am Original? Im Mix verliert sunpéro etwas an Präsenz: Der Geschmack wird dünner und wirkt etwas wässrig im Vergleich zu manch anderen der getesteten Aperol-Kopien. Der beste alkoholfreie Aperol im Testfeld ist der sunpéro nicht. Insgesamt aber ein ambitionierter Ansatz, der geschmacklich noch etwas nachreifen darf.

Lyres – Die australische Kunst des Nichttrinkens

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Lyre’s wurde 2019 in Australien gegründet – mit einer klaren Mission: die beliebtesten Spirituosen der Welt in alkoholfreier Form neu zu interpretieren. Vegan, alkoholfrei und mit hohem Qualitätsanspruch positioniert sich Lyre’s als Premium-Marke im Non-Alcohol-Segment, die traditionelle Cocktailklassiker möglichst authentisch nachbilden will. Der Italian Spritz ist ihr Versuch, den ikonischen Aperol in die Null-Prozent-Ära zu überführen – mit der typischen Mischung aus Bitterorange und Rhabarber, die sofort italienisches Sommerfeeling aufkommen lässt.

Italian Spritz – Sommerklassiker gekonnt auf Null gedreht

  • Preis: 28,75 €/700 ml
  • Flaschendesign: runde Flasche mit kurzem Hals, erinnert an klassische Likörflaschen; Etikett fancy, auffällig, fast schon ein Sammlerstück
  • Farbe: leuchtend orange – fast identisch mit dem Original-Aperol
  • Geruch: Kräuter, Bitterorange, leicht zitrisch
  • Geschmack: ausgewogen zwischen bitter, kräutrig und süß – sehr nah am Original
  • Zutaten: Wasser, Zucker, natürliches Aroma, Säuerungsmittel: Phosphorsäure, Konservierungsstoffe: Kaliumsorbat, Natriumbenzoat, E242; Farbstoffe: Gelborange S, Azorubin
  • Zuckergehalt: 12 g/100 ml

Der Lyre’s Italian Spritz kommt stylisch und selbstbewusst daher: Im italienischen Aperitivo sitzt ein gutes Stück britischen Charmes (die Kolonialmacht lässt grüßen): Das Etikett zeigt eine freche Illustration, irgendwo zwischen viktorianischem Humor und moderner Ironie – als hätte Peter Rabbits sexy Tante beschlossen, sich einen Aperitivo zu gönnen. Die leuchtend orange Farbe lässt Sommerabend-Momente am Gardasee vor dem geistigen Auge entstehen. In der Nase: Bitterorange, Kräuter und Zitrus. Am Gaumen: rund, bittersüß, kräutrig – erstaunlich nah am Original. Die Balance zwischen Süße und Bitterkeit sitzt, ohne künstlich zu wirken. Lyre’s wagt keine Revolution, liefert aber mehr, als viele von einem alkoholfreien Aperol erwarten würden: Dolce Vita ohne Kompromisse, aber mit Stil und Charakter – und einem Augenzwinkern.

POLLY – Kölns Alternative für Zero-Proof Aperitifs

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Die Kölner Marke POLLY wurde 2022 gegründet und bringt frischen Wind in die Welt der alkoholfreien Spirituosen. Statt puristischem Understatement setzt POLLY auf Farbe, Spaß und Attitüde – jung, laut, lebensfroh. Das Sortiment reicht von Aperitifs über Digestifs bis zu Gin- und Rum-Alternativen, alle auf Basis natürlicher Botanicals und mit klarer Handschrift: Viva la Vida, nur ohne Promille.

Italian Aperitif – Orange & Enzian für den Spritz ohne Reue

  • Preis: 14,90 €/500 ml
  • Flaschendesign: Fancy Pop Art – bunt, laut und 100 % Insta-tauglich
  • Farbe: trüb-rhabarberfarben, mit feinen Schwebeteilchen
  • Geruch: ausgewogen, süß-bitter, leicht und unaufdringlich
  • Geschmack: nah am Original, Bitterkeit und Süße ausgewogen; Noten von Orange, Enzian und ein leicht erdiger Touch
  • Zutaten: Wasser, Invertzuckersirup, natürliches Aroma, Kräuterextrakt, Bitterorangenschalendestillat, Aroma: Chinin, Orangenöl, Mandarinenöl, Säuerungsmittel: Citronensäure, färbendes Lebensmittel (Konzentrat aus Süßkartoffel, Karotte), Konservierungsstoff: Kaliumsorbat
  • Zuckergehalt: 14 g/100 ml

POLLY ist der extrovertierte Sonnenschein unter den alkoholfreien Aperitifs – laut, bunt, selbstbewusst. Die Flasche schreit mit Großbuchstaben, Knallfarben und Pop-Art-Design förmlich nach Sommer und Selfies. In der Flasche zeigt sich POLLY rhabarberfarben und leicht trüb, mit feinen Schwebeteilchen – eher wie selbst angesetzter Essig, was optisch etwas die Lust auf den ersten Schluck bremst. Dafür kommt der Italian Aperitif aber – anders als das Original und fast alle Konkurrenten im Test – ohne künstliche Farbstoffe aus. Die Nährwerttabelle zeigt zudem den niedrigsten Zuckerwert im Testfeld an und macht gespannt auf den Flascheninhalt. Die Nase bleibt dezent: leicht süß, fein bitter, unaufdringlich. Im Mund dann die Überraschung – der Italian Aperitif ist erstaunlich nah am Original. Erst süß, dann angenehm bitter, mit klaren Noten von Orange und Enzian. Ein Aperitif mit Charme, Charakter und viel guter Laune.

UNDONE – Alkohol? Rückgängig gemacht

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UNDONE versteht seinen Namen wörtlich: „rückgängig gemacht“ – also echte Spirituosen und Aperitifs, aus denen der Alkohol entfernt wird. Das Unternehmen spricht von einem patentierten Entalkoholisierungsverfahren, bei dem mit realen Vorbildern gearbeitet und der Alkohol schonend entfernt wird, um Aroma und Komplexität zu erhalten. Positioniert ist das Hamburger Unternehmen als moderner, aufstrebender Player, vertreten in zahlreichen Ländern, mit Fokus auf Design, Mixability und urbane Zielgruppen. No. 5 Bittersweet Aperitif – NOT ITALIAN APERO soll laut UNDONE „die Essenz eines italienischen Aperitifs“ liefern, „bittersüß, mit botanischen Aromen“ und ganz ohne Alkohol.

NO. 5 BITTERSWEET APERITIF NOT ITALIAN APERO – Branding on point, Geschmack off track

  • Preis: 29,99 €/700 ml
  • Flaschendesign: schlanke Form mit Sommer-Vibes; asymmetrische Typo-Blocks in Orange/Dunkelblau über knallig orangem Inhalt – mutig, auffällig
  • Farbe: sehr nah am Original-Aperol (minimal weniger orange)
  • Geruch: kräutrig, mit künstlichem Einschlag
  • Geschmack: säuerlich-herb, deutliche Kräuter, bitterer Abgang; insgesamt spürbar künstlich
  • Zutaten: Wasser, Invertzuckersirup, natürliche Aromen, Säuerungsmittel: Citronensäure, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat, Aroma Chinin, Farbstoffe: Gelborange S und Cochenillerot A
  • Zuckergehalt: 15 g/100 ml

Optisch und konzeptionell präsentiert UNDONE No. 5 mit seiner selbstironischen „Not Italian Apero“-Ansage und dem smarten Branding den Aperitivo-Vibe ziemlich stilsicher. Im Glas kippt die Stimmung dann jedoch: In der Nase kräutrig mit spürbar synthetischem Einschlag, am Gaumen säuerlich, kräuterlastig, eher künstlich und mit etwas zu bitterem Abgang. Als Spritz mit Soda und alkoholfreiem Schaumwein zeigt er sich trinkbar, doch die hohen Erwartungen, die der Preis von 29,99 € pro Flasche weckt, werden etwas enttäuscht. Unterm Strich: Look und Story stark, geschmacklich eher unter Durchschnitt.

Fazit

Italienische Leichtigkeit, ganz ohne Umdrehungen – das funktioniert besser, als man denkt. Alkoholfreier Aperol kommt zumeist dem Original verblüffend nah, manches Exemplar überrascht mit eigenem Charakter. Und das Beste: Wer sich für alkoholfrei entscheidet, muss längst keine Kompromisse mehr eingehen – im Gegenteil: Viele Alternativen sind nicht nur leichter im Kopf, sondern auch besser für den Körper. Am Ende zählt nicht, ob’s exakt wie Aperol Spritz schmeckt, sondern ob dieses Gefühl aufkommt: Sonne im Glas, Gelassenheit im Kopf, Dolce Vita-Vibes inklusive.

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Words: Susanne Feddersen, Felicia Nastal Photos: Jan Fock